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„Max und Moritz“, „Plisch und Plumm“, „Fipps, der Affe“, „Die fromme Helene“ – man kennt die Geschichten von Wilhelm Busch und seine Zeichnungen. Dass der Künstler auch leidenschaftlich gern malte, ja sogar verzweifelt danach strebte, ein großer Maler zu werden, ist meist weniger bekannt. Seine Vorbilder waren die großen niederländischen Meister: Rubens, Brouwer, Teniers oder auch Frans Hals. Doch seine Anläufe, auch malerisch zu reüssieren, scheiterten: Seine Flucht 1852 aus dem hannoverschen Polytechnikum nach Antwerpen wird zum Misserfolg, seine Bilder bleiben unbeachtet und er muss mit Typhus heimkehren. Der anschließende Versuch, an der Münchner Akademie angenommen zu werden, scheitert ebenfalls. Dennoch – gemalt hat er weiter.

47 Bilder des Dichters sind nun im Wilhelm-Busch-Museum zu sehen, wo sie in Bezug zu seinen niederländischen Vorbildern gesetzt werden. Diese stammen aus der Kasseler Gemäldegalerie und dem Frankfurter Städel und zeigen die Ähnlichkeiten, aber auch Unterschiede im malerischen Werk von Wilhelm Busch gegenüber den großen holländischen Meistern.

Deutschlandradio Kultur fasst zusammen: „Seine Malerei war schwer und dunkel, voll erdiger, tiefsamtener Zonen. […] Busch malt Bauern- und Wirtshausgeschichten, sadistische Zahnärzte oder eingenickte Trinker sozusagen in Anführungszeichen, wie Überbleibsel einer längst versunkenen Zeit. Und ebenso scheinen sie im Farbbrei, in den Schrunden seiner Gemälde versinken, sich dem modernen Blick entziehen zu wollen.“

„Die holländischen Bilder hab ich freilich gern“ – Wilhelm Busch und die Alten Meister
Ausstellung noch bis zum 4. August 2013

Wilhelm Busch · Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst
Georgengarten
30167 Hannover

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 11 – 18 Uhr

4,50 Euro/2,50 Euro