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Neu im Kino: „Suffragette – Taten statt Worte“ mit Meryl Streep, Helena Bonham Carter und Carey MulliganObwohl Emily Pankhurst Begründerin der Suffragettenbewegung in Großbritannien ist und im Film von Regisseurin Sarah Gavron publikumswirksam von Meryl Streep verkörpert wird, ist sie in „Suffragette“ nur eine Nebenfigur, die nach einem kurzen Auftritt wieder im Untergrund verschwinden muss.

Die eigentliche Geschichte dreht sich um die historisch nicht belegte Maud Watts (Carey Mulligan), die 1912 im Londoner East End in einer Wäscherei arbeitet. Die aufkommende Suffragettenbewegung, die das Wahlrecht für Frauen einfordert, betrachtet sie zunächst noch skeptisch. Erst als sie mitten in einen Aufstand gerät und darin ihre warmherzige Kollegin Edith (Helena Bonham Carter) unter den Gefolgsleuten Emily Pankhursts entdeckt, schließt sich Maud der zunehmend radikaler agierenden Frauenbewegung an. Als ungehorsame Frau wird sie daraufhin von ihrem Mann vor die Tür gesetzt. Mittellos konzentriert sie sich fortan auf den Kampf für die Suffragetten, nimmt Gewalt, Hungerstreiks und großangelegte Überwachungen durch die Regierung in Kauf, um für Ihre Überzeugung einzustehen.

1928, rund drei Wochen nach dem Tod von Emily Pankhurst, wurde in Großbritannien das allgemeine Wahlrecht für Frauen eingeführt.

Das Erste hält fest: „Sarah Gavron hat mit „Sufragette“ den historischen Frauenrechtlerinnen ein überzeugendes filmisches Denkmal gesetzt und erinnert daran, dass Frauenrechte weltweit längst noch keine Selbstverständlichkeit sind.“

Die Berliner Morgenpost fasst zusammen: „Es ist ein spannender und so gar nicht melodramatischer Film, der weder einseitig agitiert noch den Zuschauer plump belehrt. […]Als Zusammenarbeit so vieler kluger und begabter Frauen rehabilitiert „Sufragette“ durchweg gelungen einen Begriff und ein Thema, die keineswegs erledigt sind.“

Spiegel online negativ: „Bei den Oscars wurde „Suffragette“ dieses Jahr übrigens ignoriert. Ein Glück, denn das dürfte die Art von Signal sein, die bei den Filmemacherinnen ankommt und sie zögern lässt, weitere Filme zu drehen, die unter dem Deckmantel des Feminismus eben dessen Entkernung betreiben.“

Der österreichische Standard resümiert: „“There is another way of living this life“, erklärt Watts vor dem ausschließlich aus Männern bestehenden Parlament. Und das ist möglicherweise auch die Erkenntnis, die über diesen Film hinauswirkt: für jeden von uns und in die Gegenwart.“

Cinema online meint: „Erschütterndes Dokument einer gar nicht so lange vergangenen Zeit – nicht nur für Frauen!“

 

 

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