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So ist es immer, und auch vor St. Tropez hat nicht halt gemacht: Aus einem ursprünglichen, quirligen, unkonventionellen Ort wird nach und nach ein Wohnort, den sich nur noch Möchtegern- Bohemiens und Jet Set Anhänger leisten können. In der südfranzösischen Stadt verlief die Reihe so: Erst waren die Fischer da, dann die Künstler, Hippies, Schauspieler, Models und dann die Reichen (und vielleicht auch Schönen). Und aus der Idylle wurde ein Luxusort an der Côte d’Azur, für den Beschaulichkeit ein Fremdwort geworden ist.

Der französische Zeichner und Karikaturist Jean-Jacques Sempé, geb. 1932, zeichnet mit bösem Federstrich den Blick auf die Welt des Reichtums, auf Gier und Neid des Alters und den glamourösen Künstlerflair der späten sechziger Jahre in St. Tropez in einer erweiterten Neuauflage seines Buches aus dem Jahr 1968 mit vielen unveröffentlichten Zeichnungen.

Die ZEIT (33/2013) resümiert: „Sempé erzählt davon mit feinem Zeichenstrich und ironischem Biss, aber stets auch mit einer großen Menschenliebe“.

Jean-Jacques Sempé
St. Tropez
Diogenes, Zürich 2013

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