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Als Cameron Carpenter klein war, übte er in der Werkstatt seines Vaters – einem Ofenbauer – auf einer alten Hammond-Orgel Stücke von Buxtehude. Mit elf Jahren spielte er von Bach „Das wohltemperierte Klavier“ und erregte damit erstes großes Aufsehen. Der 1981 in Pennsylvania geborene Carpenter gilt als der „Bad Boy des Orgelspiels“. Wenn er auftritt, entscheidet er spontan, welche Stücke er zum Besten geben wird. Für seine CD „Revolutionary“ wurde er 2009 für den Grammy nominiert. Die Orgel ist für ihn kein sakrales Instrument, das höchstens in Kirchen zum Einsatz kommen darf. Es kommt sogar vor, dass eine Orgel eines seiner Konzerte nicht schadlos übersteht. Respektlos nimmt er sich Werke wie „Toccata und Fuge d-moll“ (Bach), den „Mephisto-Walzer (Liszt) vor und bearbeitet sie, spielt aber auch Songs von Kate Bush und schafft daneben sogar eigene Werke, die er u.a. dem Schauspieler Klaus Kinski widmet.

Cameron Carpenter tourt viel. In diesem Sommer ist er auch in Deutschland. Für Berlin plant er jährlich ein Konzert. Am 15. August ist er in Wiesbaden und am 17. August tritt er beim Schleswig-Holstein Musik Festival auf, wo er mit dem Leonard Bernstein Award ausgezeichnet wird.

Die ZEIT (Kultursommer Nr. 18/2012) schreibt über den Youngstar: „Musik auf der Orgel muss Spaß machen, sexy sein, sich unablässig verändern. Carpenter lässt die Orgel Songs der Beatles oder von Kate Bush säuseln, die“ 5. Symphonie cis-Moll“ von Gustav Mahler ächzen; […] Carpenter spielt nie dumm, nie oberflächlich, nur hat er keine stilistischen Grenzen, keinen ästhetischen Skrupel, und wenn er welche entdeckt, setzt er sich wieder auf seinen Orgelpanzer und fährt sie nieder.“

arte TV konstatiert: „Er sieht aus wie eine Mischung aus Freddie Mercury und David Bowie zu deren wildesten Glam-Rock-Zeiten und spielt so virtuos und rasant, dass man mit dem Hören und Staunen kaum hinterherkommt.“

Homepage von Cameron Carpenter

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Cameron Carpenter spielt Chopins “Revolutionsetüde, op. 10”