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Vor 100 Jahren wurde „Der Tod von Venedig“ von Thomas Mann zum ersten Mal veröffentlicht. Nachdem der Schriftsteller 1911 durch Italien gereist war, wollte er seine Impressionen in einem kurzen, literarischen Werk niederschreiben – herausgekommen ist die Novelle um den Schriftsteller Gustav Aschenbach. Dieser, um die fünfzig und verwitwet, verliebt sich während eines Venedigaufenthalts in den vierzehnjährigen Tadzio, der mit Mutter, Schwestern und Gouvernante im selben Hotel wie Aschenbach wohnt. Sich völlig seinen Gefühlen hingebend, beobachtet er den Jungen tagsüber aus der Ferne.

Das Literaturhaus in München widmet dem bedeutenden Werk Thomas Manns mit seinen zentralen Themen Kunst, Tod und Homoerotik noch bis Anfang Januar eine eigene Ausstellung: sehend, hörend und lesend lädt die Schau ein zu einer Entdeckungsfahrt des Reisewegs Aschenbachs, zu den Hintergründen und zur Sprache des Werkes.

Einblicke in die Ausstellung bei br online: hier

Frankfurter Neue Presse online: „Die Ausstellung folgt der Erzählung und der rastlosen, auf den Untergang zusteuernden Reise des alternden Schriftstellers Aschenbach nach und durch Venedig […]. Die Ausstellung will die morbide Stimmung der Erzählung aufgreifen, dazu sind die Räume abgedunkelt, schwarz-weiße und sepiafarbene Bilder der Lagunenstadt geben schwaches, flackerndes Licht.“

Ausstellungsplakat “Wollust des Untergangs”

Wollust des Untergangs. 100 Jahre Thomas Manns »Der Tod in Venedig«.
Ausstellung noch bis zum 6. Januar 2013

Literaturhaus München
Salvatorplatz 1
80333 München

Öffnungszeiten
Dienstag-Freitag:  11-19 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertage: 10-18 Uhr

5 Euro/3 Euro