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1996 starb William N. Copley. 1919 geboren, adoptiert ihn ein reiches Verlegerehepaar, was ihm seinen Lebensunterhalt sichert. Nach Kriegsdienst und Arbeit als Reporter für die Zeitungen seines Vaters, kommt Copley 1946 mit der Kunst in Berührung. Ohne künstlerische Ausbildung beginnt er zu malen. Er interessiert sich für die Surrealisten, ist mit vielen Künstlern dieser Art, wie Marcel Duchamp und Man Ray, befreundet, eröffnet eine Galerie und schließt sie wieder.

Ab den fünfziger Jahren widmet sich Copley ausschließlich seiner Malerei. Autodidaktisch findet er seinen eigenen Stil, erhält Einzelausstellungen und nimmt an der documenta in Kassel teil. In seiner Kunst setzt sich Copley ironisch mit unserer Lebenswelt auseinander und behandelt Themen wie Geschlechterkampf, Frauen, Autos, Werbung, Kirche oder Militär und immer wieder die Erotik.

Das Kunstmuseum Frieder Burda widmet William Copley derzeit eine Retrospektive mit rund 80 Arbeiten. Zum Teil noch nie gezeigte Werke aus dem Nachlass des Künstlers erwarten den Besucher, aber auch Bilder aus den Beständen des Museums.

Der Deutschlandfunk konstatiert: „Während in Amerika die einen abstrakt-gestisch wüteten und die anderen sich dann um Warhols Popfabrik scharten, hat Copley also einen dritten Weg gesucht. Erstaunlich auch, wie konsequent er sich schon in den 50iger Jahren von den Surrealisten abgrenzte, die er doch gesammelt hatte und mit denen er befreundet blieb.“

Focus online zitiert Kurator Götz Adriani: „Copley hat nie den Sprung in die erste Riege der modernen Künstler geschafft. Zu Unrecht, bedauerte Ausstellungskurator Götz Adriani. „Ein Künstler, der den Humor in seine Überlegungen einbezieht, hat es bekanntlich schwer, in die Annalen der Kunstgeschichte einzugehen.“ Copley sei „nach wie vor ein Geheimtipp, dessen Lustspiele noch immer zu wenig ernst genommen werden“.

Ausstellungsplakat “Copley”

Copley
Ausstellung noch bis zum 10. Juni 2012

Museum Frieder Burda
Lichtentaler Allee 8b
76530 Baden-Baden

Öffnungszeiten:
Dienstag – Sonntag  10-18 Uhr
montags geschlossen

10 Euro/8 Euro