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Wols, eigentlich Alfred Otto Wolfgang Schulze, gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Tachismus und des Informell. Der Maler, Grafiker und Fotograf kam 1913 in Berlin zur Welt. 1932 ging er nach Paris, in der Tasche eine Empfehlung des Bauhaus-Künstlers und -Lehrers Lászlo Moholy-Nagy. Als in Deutschland die Nazis an die Macht kamen, blieb er in Paris, konnte sich kaum über Wasser halten, lernte aber die wichtigsten Künstler der Zeit kennen wie Hans Arp, Alexander Calder, Alberto Giacometti. Über Stationen in Barcelona, Mallorca und Ibiza kam Wols nach Paris zurück, von wo aus er nach dem deutschen Einmarsch in diverse Internierungslager gelangte. 1951 starb er in Paris in Folge einer Lebensmittelvergiftung.

Beginnend als Autodidakt auf dem Feld der Fotografie, nannte sich Schulze ab 1937 Wols, was ihm weniger deutsch erschien. Erst zwischen 1939 und 1945, in den Internierungslagern, begann er mit der Aquarellmalerei. Entstanden sind skurril-phantastische Bilderwelten. Die Weserburg Bremen zeigt nun eine Auswahl dieser Bilder sowie weitere Werke anderer Künstler.

Der Deutschlandfunk kritisiert: „Mit einem lautstarken Großaufgebot an Künstlern des 20. und 21. Jahrhunderts hat er die leisen Monologe Wols‘ konfrontiert. Leider ist aber dabei ein „Zirkus Metzel“ herausgekommen, ein zerstreuendes Panoptikum der Beliebigkeit, das einen ambivalenten Nachgeschmack hinterlässt. Dabei besteht sein Großaufgebot aus international bedeutenden, sehenswerten Künstlern: […]“

Radio Bremen hingegen positiv: „Man kann diese Ausstellung aber auch als eine inspirierende Unterweisung in die Kunst des freien Assoziierens begreifen und kommt damit Wols womöglich näher, als jede kunstwissenschaftliche Einordnung.“

Circus Wols
Ausstellung noch bis zum 28. Mai 2012

Weserburg
Teerhof 20
28199 Bremen

Öffnungszeiten
Dienstag, Mittwoch und Freitag 10-18 Uhr
Donnerstag 10-21 Uhr
Samstag und Sonntag 11-18 Uhr
Montag geschlossen

8 Euro/ 5 Euro