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Aufräumen möchte Walther Kohl mit dem Familienidyll. Der älteste Sohn von Hannelore und Helmut Kohl spricht Klartext in seinem Buch „Leben oder gelebt werden“. Die zur Schau gestellte heile Welt der Familie Kohl sah hinter den Kulissen anders aus: Der Vater fast nie da, die Mutter die bürgerliche Rolle geduldig ausfüllend und schließlich aufgrund einer Lichtallergie nur noch hinter dunklen Vorhängen lebend. Walter Kohl erzählt von der atmosphärischen Kälte, als er vom Tod der Mutter durch die Büroleitern erfährt.Über die erneute Heirat seines Vaters wird er per Telegramm informiert.

FAZ net lobt: „Das Buch trägt nicht auftrumpfend einen Generationenkonflikt aus, es ist kein nachholendes Attentat auf den übermächtigen Vater, keine Sammlung von Indiskretionen – es nimmt ruhig und kraftvoll in den Blick, was es für Walter Kohl bedeutete, sich lange Jahre nur als „Sohn vom Kohl“ zu wissen.“

Walter Kohl: „Leben oder gelebt werden“. Schritte auf dem Weg zur Versöhnung. Integral Verlag, München 2011.

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