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Für „Tod eines Handlungsreisenden“ aus dem Jahr 1949 erhielt Arthur Miller den Pulitzer-Preis. Die Geschichte erzählt neben dem Vater-Sohn-Konflikt vor allem vom einst erfolgreichen Verkäufer Willy Loman, der mit 63 Jahren vom jungen Chef vor die Tür gesetzt wird und daraufhin Selbstmord begeht, damit seine Familie von der Lebensversicherung leben kann.

Wilfried Minks hat das Drama in Hamburg nun im St. Pauli Theater inszeniert und ausgestattet. Minks, jahrelang als Bühnenbildner erfolgreich, kam spät zur Regie und zählt inzwischen zu den Großen des Fachs. Die Rolle des Willy Loman ist mit Burghart Klaußner besetzt und erntet in den Feuilletons großes Lob.

Deutschlandradio Kultur lobt: „Margarita Broich und Burghart Klaußner spielen beide ausdrucksstark. […] Klaußner transportiert die Botschaft seines Regisseurs und des Dramatikers: die Maxime „Jeder ist seines Glückes Schmied“ kann verderblich sein. Wer seine Kräfte überschätzt, geht im Wettbewerb unter – er täte besser daran, sich mit Anderen zusammenzutun.“

FAZ net ebenfalls positiv: „Auf der Klaviatur des Selbstbetrugs schlägt dieser Loser alle Töne an: auftrumpfend, anklagend, jammernd, kuschend. Und weil er nicht dumm genug ist, sich seine grandiosen Lebenslügen restlos zu glauben, muss er immer wieder zurückrudern ins Devote – Klaußner zeigt die hysterische Dynamik der Selbstverkennung mit beklemmender Virtuosität.“

Die ZEIT (11/2012) lobt das Spiel der beiden Hauptdarsteller Burghart Klaußner und Margarita Broich, kommentiert jedoch kritisch: „Minks nimmt es nicht immer ernst genug. Der träumerische Wechsel unterschiedlicher Zeiten und Realitäten, der sich bei Miller übergangslos vollzieht, ruckelt hier oft, und das Reich der Sehnsucht, in dem Willys Fantasien schwelgen, bleibt auf der allzu kleinen Bühne kümmerlich.“

Welt online fasst knapp zusammen: „Das ist so tragisch und wahrhaftig, dass es uns die Luft abschnürt.“

St. Pauli Theater
Spielbudenplatz 29 – 30
20359 Hamburg

Spielplan: hier

Tickets: hier