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„Tempo! Tempo!“ – heißt es derzeit im Frankfurter Museum für Kommunikation. Eine Geschichte der Zeit oder vielmehr die Geschichte des Erfindungsgeistes der Menschen, Zeit zu messen und vor allem: zu sparen. Sei es der Stundenzettel aus dem 18. Jahrhundert, mit dem Postreiter kontrolliert wurden, seien es die ersten Reiseuhren, Schnellkochtöpfe, Modelle von Postflugzeugträgern, Büroutensilien wie Locher und Tacker, der erste Wecker mit anschwellendem Klingelton aus den fünfziger Jahren oder auch der Reißverschluss, die ultimative Zeitersparnis gegenüber dem Knopf – die Schau führt den Besucher durch die Chronologie der anschwellenden Zeitnot trotz Zeitersparnis.

Die ZEIT (04/2013) konstatiert: „Tempo Tempo! So heißt eine ebenso amüsante wie lehrreiche Schau des Museums für Kommunikation am Mainufer in Frankfurt.“

hr-online fasst zusammen. „Darüber hinaus setzt sich die Ausstellung mit den Herausforderungen auseinander, denen sich der Mensch in der Beschleunigungsgesellschaft stellen muss und lädt die Besucher dazu ein, über ihren persönlichen Umgang mit Zeit nachzudenken. […] Denn: Die Entscheidung, wie wir unsere Zeit verbringen, birgt immer auch die Entscheidung, wie wir unser Leben gestalten wollen.“

fr-online meint: „„Tempo Tempo!“ macht allerdings auch klar, dass der Wunsch nach Beschleunigung zugleich der Eintritt in die große Hetzerei war. […]Insgesamt entschleunigt die Ausstellung eher. Am Anfang kann man (wie im Bus) ein Ticket abstempeln lassen und am Ende dann mal sehen, wie lange man hier war. Oder in einem der ausliegenden Bücher notieren, was einem die ganze Zeit wegnimmt. Und wofür man gerne mehr Zeit hätte.“

Das Erste online resümiert: „Die Ausstellung „Tempo Tempo! Im Wettlauf mit der Zeit“ macht anschaulich, wie sich das Leben in den vergangenen fünf Jahrhunderten unter dem Diktat der Beschleunigung verändert hat.“

„Tempo! Tempo“ Im Wettlauf mit der Zeit.“
Ausstellung noch bis zum 24. Februar

Flyer zur Ausstellung

Museum für Kommunikation Frankfurt
Schaumainkai 53
Frankfurt a. Main

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 9 – 18 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertage: 11 – 19 Uhr

3 Euro/1,50 Euro