Statt Kino: 30 Jahre Wiedervereinigung – das Andreas Dresen Special @home

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„Nachtgestalten“, „Die Polizistin“; „Halbe Treppe“, „Willenbrock“, „Sommer vorm Balkon“, „Wolke 9“, „Halt auf freier Strecke“ oder auch zuletzt der mit  sechs Lolas beim Deutschen Filmpreis 2019 ausgezeichnete „Gundermann“ – ohne Frage: Regisseur Andreas Dresen gehört zu Deutschlands bekanntesten und erfolgreichsten Regisseuren. Auf der Bühne, aber vor allem beim Film. Geboren in Gera, erlebt er die Wende als knapp Dreißigjähriger.

Und genau aus dieser Zeit entstand auch sein erster Spielfilm „Stilles Land“. Darin erlebt Theaterregisseur Kai die Wendezeit in der DDR-Provinz. In Anklam studiert er mit dem wenig motivierten Theaterensemble Samuel Becketts „Warten auf Godot“ ein, während um ihn herum die alten Strukturen zusammenbrechen und sich die Wende ihren Weg bahnt. Einige Schauspieler verlassen das Land über Ungarn, andere bleiben. Zurück zu neuem Elan finden sie dennoch nicht.

Die Presse war sich über das mit dem Deutschen Kritikerpreis und dem Hessischen Filmpreis 1992 ausgezeichneten sensiblen Portrait eines Landes in Zeiten des Umbruchs einig: „Eine witzige, aber auch nachdenklich stimmende Rückblende auf die letzten Tage eines sich auflösenden Landes.“ schreibt der Berliner Kurier. Und DIE ZEIT hält fest: „Andreas Dresen hat seine Ausbildung noch zu den Defa-Zeiten begonnen, hat in seinen Kino- und Fernsehfilmen von dem erzählt, was der Wandel mit den Menschen anstellt. Er ist deswegen ganz gewiss kein Regisseur für Ossi-Themen. Er hat etwas von einem humanistischen Realismus für unsere Kinematografie gerettet, für den es im Westen kaum eine Chance gab.“

Ab 3. Oktober, zum 30. Jubiläum der Wiedervereinigung, steht der Film erstmals als Video-on-Demand auf folgenden Plattformen zur Verfügung: iTunes, Amazon, Google und Maxdome.

Als DVD kann man „Stilles Land“ hier kaufen

Der Film „Gundermann“ über den Liedermacher (und Baggerfahrer sowie inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit) Gerhard Gundermann läuft am 30. September 2020 um 20.15 Uhr in der ARD.

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