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Humorvoll oder absurd, gemalt, gebaut, fotografiert oder als Film: Im Sprengel Museum in Hannover ist derzeit die gesamte Bandbreite der Kunst Friedrich Kunaths zu sehen. 1974 im damaligen Karl-Marx-Stadt geboren, heute in Los Angeles lebend, zeichnete ihn die Niedersächsische Sparkassenstiftung in diesem Jahr mit dem Sprengelpreis für Bildende Kunst aus. Dabei stehen der Bezug zum Land Niedersachsen (Kunath studierte an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig) und vor allem der Beitrag des Künstlers zur zeitgenössischen Kunst im Vordergrund. Seit 2000 war Kunath in zahlreichen, internationalen Ausstellungen vertreten.

Noch bis zum 3. März 2013 erwarten den Besucher im Sprengel Museum Hannover von Kunath gestaltete Räume mit Filmen wie „You go Your Way and I go Crazy“ (2012), Trompe l’oeil- Bildern und absurde künstlerische Szenerien. Beherrschendes Thema der Ausstellung ist der Weg zu einer weltoffenen und heiteren Lebenssituation aus Erfahrungen von Entfremdung, dunkler Melancholie und psychotischer Eingrenzung.

Focus online konstatiert: „Die Stimmung ist oft melancholisch: Der Künstler inszeniert den Weltschmerz, die Sehnsucht nach den Sternen meist ironisch gebrochen.“

NDR.de fasst zusammen: „Die Arbeiten von Friedrich Kunath sind geprägt von Romantik, Popverweisen und Literaturanspielungen. Er reflektiert Themenkomplexe wie Hoffnung und Scheitern, Heimweh und Freiheitssuche, Sehnsucht und Überdruss, Enthusiasmus und Melancholie.“

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung online resümiert: „Schon der Titel von Kunaths Sprengel-Schau „Your Life Is Not for You“ ist eine subtile Invektive gegen die Körperfetischisten und Lifestyle-Hedonisten unserer Zeit.“

Friedrich Kunath. Your Life is not for You
Ausstellung noch bis zum 3. März 2013

Sprengel Museum Hannover
Kurt-Schwitters-Platz
30169 Hannover

Öffnungszeiten
Montag geschlossen
Dienstag 10 – 20 Uhr
Mittwoch bis Sonntag 10 – 18 Uhr

7 Euro/4 Euro
freitags freier Eintritt

Friedrich Kunath erhält den Sprengelpreis 2012