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Es ist das Jahr 2011. Die Mauer steht noch, es gibt weiterhin eine Bundesrepublik Deutschland und die DDR, Sahra Wagenknecht ist Filmschauspielerin geworden, Otto Schily in den Osten gegangen, Oskar Lafontaine ist Bundeskanzler und Michael Ballack Fußballtrainer auf Hiddensee.

Vor diesem Szenario entwirft Simon Urban, eigentlich Werbetexter, in seinem Romandebüt „Plan D“ seine Kriminalgeschichte. In Köpenick liegt ein toter Mann. Achtzig Jahre alt, aufgehängt, die Schnürsenkel erinnern an Stasi-Ritualmorde. Martin Wegener, Hauptkommissar bei der Volkspolizei in Köpenick und sein westdeutscher Kollege stehen vor vielen Fragen. Devisen und Gaslieferungen spielen eine Rolle, Putschvermutungen und Titelstories.

Deutschlandradio Kultur positiv: „All das beschreibt Urban in einem Stil, der mal rotzig, mal opulent daherkommt – und der den Leser immer weiter in die Welt der Gegenwarts-DDR und die Köpfe der Protagonisten hineinzieht.“

Der Deutschlandfunk etwas kritischer: „Wie bei einem 550 Seiten starken Erstlingswerk nicht anders zu erwarten, finden sich bei Simon Urban nicht nur wunderbare Ideen, herrliche Bonmots, gelehrte Anspielungen […] sondern der Roman enthält auch manche Überspanntheit.“

Zeit online lobt kritisch: „Dabei überrascht Plan D, dieses Romandebüt des 1975 geborenen Werbetexters und am Leipziger Literaturinstitut ausgebildeten Simon Urban, mit seiner Schubkraft literarischer Fantasie, mit einem genialischen Einfallsreichtum, der jeden Leser entzücken muss […] Es stimmt schon: Simon Urban neigt ein bisschen zum Übertreiben. Aber seien wir froh über diesen neuen Autor, der mit dermaßen viel Fantasie loslegt, dass er übers Ziel hinausschießt.“

Buchcover Simon Urban_Plan D

Simon Urban:
Plan D
Schöffling & Co., Frankfurt am Main 2011

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