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Das Dunkle, Geheimnisvolle, Unheimliche, die andere Seite des Lebens – Zutaten, die im Zeitalter der Romantik zur so genannten „Schwarzen Romantik“ führten, die wiederum im Symbolismus und Surrealismus ihre Fortführung fand.

Erstmals in Deutschland beschäftigt sich eine umfangreiche Schau mit diesem künstlerischen Ausdruck: rund 200 Bilder, Skulpturen, Grafiken, Fotografien und Filme spüren der Faszination vieler Künstler an diesem Phänomen nach. Als Gegenströmung zur Aufklärung Ende des 18. Jahrhunderts fanden das Nicht-Erklärbare, düstere, irrationelle Träume, die Melancholie, die Einsamkeit, die Leidenschaft und der Tode Einzug in Kunstwerken.

Für die Ausstellung schöpft das Museum sowohl aus dem eigenen Fundus mit Werken von Goya, Delacroix oder Max Ernst als auch von Leihgaben aus Museen wie dem Musée d’Orsay und dem Louvre in Paris, dem Prado in Madrid oder dem Art Institute of Chicago.

Spiegel online konstatiert: „Die Nachtseiten der Kunst sind nicht einfach nur düster. Ihre dunkle Rebellion sprengt auch lustvoll die Grenzen bürgerlicher Sexualmoral. […]So zeigt die Ausstellung untergründig auch, wie sehr die Erkundung des Unheimlichen, Dämonischen, Unbewussten vom Ende des 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts eine Unternehmung von Männern war, die sie bevorzugt am Körper der Frau vollzogen haben.“

Fotos der Ausstellung bei spiegel.de

FAZ net lobt: „Doch auch ohne jüngere Kunst weiß der Betrachter, dass ihm in dieser Ausstellung fortwährend das Jetzt entgegentritt, dass in jedem von uns William Blakes Kain steckt, der vergebens und gezeichnet vor dem Brudermord flieht, den er soeben vollzogen hat. Es ist eine Ausstellung, die man vielleicht ertragen können, aber unbedingt besuchen muss – grandios.“

Frankfurter Rundschau online: „„Schwarze Romantik“: Das sprengt die Fesseln des Lieblich-Verklärenden, führt hin zum Unheimlich-Gespenstischen, Fantastisch-Abseitigen, Dämonisch-Grotesken […]“

Weitere Beiträge zur Austellung:
Tagesschau
3sat
br online
hr-online

Schwarze Romantik. Von Goya bis Max Ernst.
Ausstellung noch bis zum 20 Januar 2013

 

Städel Museum Frankfurt
Dürerstraße 2
60596 Frankfurt am Main

Öffnungszeiten:
Dienstag, Freitag-Sonntag:  10.00 –18.00 Uhr
Mittwoch und Donnserstag: 10.00 – 21.00 Uhr
Montag: geschlossen

12 Euro/10 Euro