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Salonlesung „Lebenswert“ mit Jeannette Hagen und André Biakowski

Jeannette Hagen & André Biakowski

 

Wie gehen wir mit Menschen um, die nicht in der Mitte der Gesellschaft stehen?

Jeannette Hagen hat mit Die leblose Gesellschaft. Warum wir nicht mehr fühlen können jüngst ein Plädoyer für mehr Mitmenschlichkeit und Solidarität vorgelegt. André Biakowski  versucht in seinem 2014 erschienen Buch „Randnotizen – Es ist nie, wie man denkt“ in vier Erzählungen hinter das im Alltag flüchtig Gesehene oder in der Zeitung Überflogene zu blicken und die Protagonisten über ihr Leben sprechen zu lassen.

In einer gemeinsamen Lesung hinterfragen die Autoren in verschiedenen Passagen aus ihren Büchern sowie aus „Zwischen Kommen und Bleiben“ von Thilo Schöne unseren Umgang mit den Menschen, die nicht im Fokus der Öffentlichkeit stehen. Mit ihrem pointierten Lesungsprogramm skizzieren beide ein Portrait unseres Heute.

Jeannette Hagen (geb. 1967 in Dresden) wuchs in Ost-Berlin auf, reiste allerdings noch vor dem Mauerfall nach West-Berlin aus. Dort lebt sie seither. Sie ist ausgebildete Sportlehrerin, Systemischer Coach und Autorin. Als solche schreibt sie seit 2001 für Verlage, Printmedien und Online-Portale.
In ihrem aktuellen Buch „Die leblose Gesellschaft – Warum wir nicht mehr fühlen können“ stellt sie die These auf, dass es unsere nicht gelebten und beachteten Gefühle sind, die uns von unserer Menschlichkeit und dem Mitgefühl abschneiden. Gleichzeitig begibt sie sich auf Spurensuche, woher diese Abwehr kommt. Sie war als Helferin mehrfach in Griechenland und kann dadurch einen tiefen Einblick in das vermitteln, was bei uns oft nur als Zeitungsmeldung ankommt.
Lesen Sie hier ein ausführliches Interview mit Jeannette Hagen.

André Biakowski (geb. 1980 in Halberstadt) wuchs in Wernigerode auf und studierte ab 1999 in Nürtingen Malerei und Grafik an der Freien Kunstakademie. Nach einer sich daran anschließenden Ausbildung zum Werbekaufmann und Leitung einiger Kommunikationsprojekte im In- und Ausland lebte er 2009/10 in Lodz (Polen), die Stadt, in der sich das zweitgrößte jüdische Ghetto Polens während des Zweiten Weltkriegs befand. (Die beeindruckende Dokumentation „Linie 41“ von Tanja Cummings mit einem Überlebenden und dem Sohn des damaligen Bürgermeisters der Stadt erscheint in Kürze auf DVD). Mitte November 2012 erschien sein Buch „OBIAD – Mehr als nur Mittagessen“. In ihm schildert er in Briefform seine Begegnungen mit den letzten polnischen Überlebenden unterschiedlicher Ghettos sowie Konzentrationslager. André Biakowski schreibt und lebt als Autor in Reutlingen 1lefnfq.

Salonlesung Lebenswert
25. Februar 2017, 18 Uhr
Gieselerstr. 22
(Hagen/Eichner)
10713 Berlin

Eintritt frei
Anmeldung unter: kontakt@jeannette-hagen.de

Die Ausführenden bitten um eine Spende für die Aktion „Kunst gegen Kälte“.

Bei Verwendung des Textes bitte Quelle angeben bzw. verlinken.