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Im Medizinhistorischen Institut der Charité in Berlin kann man zurzeit ganz besonderen Innenleben nachspüren: integriert in die ständige Ausstellung von Herz-, Muskel-, Lungen- und ähnlichen Modellen, zeigen Röntgenbilder das Innere von Kunstwerken. Auf 18 Leuchtkästen hat der Besucher die Möglichkeit, Skultpuren aus einer ganz anderen Perspektive zu betrachten. Dabei tritt zutage, in welchem Zustand sich das Werk befindet oder ob es z.B. Hohlräume gibt. Ebenso lässt sich der Vorgehensweise des Künstlers nachgehen. Die Bilder lassen erkennen, ob die Skultpur als Ganzes geplant war, wo sich innere Befestigungen befinden und geben versteckte Utensilien preis.

Die Röntgenbilder stammen aus amerikanischen und berliner Museen und wurden ursprünglich gemacht, um die Kunstwerke zeitlich zuordnen zu können.

kultiversum lobt: „Die Ausstellung zeigt, dass Röntgenbilder außerhalb des medizinischen Kontextes eine eigene, einzigartige Ästhetik entfalten können.“

Der Kuratorin Uta Kornmeier geht es vor allem um das „ästhetische Eigenleben der Bilder“, berichtet Deutschlandradio Kultur und schließt: „Uta Kornmeiers „Zwillingsbilder“ dokumentieren auch ein Stück Technikgeschichte.“

Zwillingsbilder. Charité

Zwillingsbilder. Röntgenaufnahmen von Skultpturen.
Ausstellung bis zum 5. Juni 2011

Berliner Medizinhistorisches Museum der Charité
Campus Charité Mitte
Charitéplatz 1 (ehemals Schumannstr. 20/21)
10117 Berlin

Öffnungszeiten:
Mo., Di., Fr., So. 10-17 Uhr
Mi., Sa. 10-19 Uhr

6 Euro/3 Euro