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Visconits schwarz-weiß Film aus dem Jahre 1960 gehört zu der Süditalien-Trilogie des Regisseurs und zählt zur Spätphase des italiensichen Neorealismus.

Nun hat Antú Romero Nune, Nachwuchsregisseur des Jahres 2010 (gekürt durch die „Theater heute“-Kritkerumfrage), das Stück auf die Bühne des Maxim-Gorki-Theaters in Berlin gebracht:

Die Witwe Rosaria Parondi verlässt mit ihren vier Söhnen Rocco, Simone, Ciro und Luca die Heimat Süditalien und geht auf der Suche nach Wohlstand mit ihnen nach Mailand, wo bereits ihr ältester Sohn sein Glück versucht. Während Ciro es langsam schafft, sich hochzuarbeiten, geraten Simone und Rocco ins Box-Milieu. Nur mäßig erfolgreich, verlieben sich beide in dieselbe Frau. Eine unglückliche Dreiecksbeziehung entsteht, die im Mord endet. Die Familie, der Hort süditalienischer Traditionen und Lebensweisen, zerbricht.

kultiversum über das Bühnenstück: „Nunes erfindet Viscontis Figuren oder die Geschichte von Rocco und seinen Brüdern nicht neu, aber er füllt sie mit einer irren Lebendigkeit, die immer wieder ins Aggressive kippt. […]In knapp zwei Stunden nimmt das Unheil seinen Lauf, und parallel dazu triumphiert das Theater – denn Nunes zündet an Viscontis Schwarz-Weiß-Film (und dem Schwarz-Weiß bleibt er treu) ein buntes Feuerwerk der Spielideen.“

Maxim Gorki Theater Berlin
Am Festungsgraben 2
10117 Berlin