Rendezvous mit französischen Meistern

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Von Barbara Hoppe.

Manchmal sind die Striche nur hingehaucht, ein anderes Mal wirken die Zeichnungen wie vollständige Kunstwerke, detailliert, nuancenreich, in zahlreichen Farbschattierungen. Wo hört die Skizze auf, wo fängt das Kunstwerk an? Tatsache ist: Was derzeit in der kleinen, rund 100 Exponate umfassenden Ausstellung im Berliner Kupferstichkabinett durch Feder, Kohle und Pinsel zu Papier gebracht wurde, schmeichelt dem Auge. Von der Studie bis zu landschaftlichen Darstellungen reichen die Motive.

Es ist ein „Rendezvous“ der besonderen Art, und es ist eine Premiere. Denn erstmals öffnet das Haus seine Tore für Schätze, die bisher im Depot schlummerten. Nie gezeigte Zeichnungen stehen neben großen Namen wie Watteau, Boucher, Oudry, Pesne oder Fragonard.

       

Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert erstrecken sich die ausgestellten Blätter, eingeteilt in Abschnitte wie Portrait, Landschaften, Geschichten sowie Studie, und dennoch mehr als nur ein Abbild. Denn eine Zeichnung konnte bedeuten, eine Atmosphäre, eine Erinnerung festzuhalten oder auch Zukunft zu entwerfen. Doch immer ist es Kunst, die am Entstehen ist. Für den Betrachter bleibt, diesen besonderen Moment auszukosten.

Rendezvous: Die französischen Meisterzeichnungen des Kupferstichkabinetts
Ausstellung bis zum 3. März 2019
Katalog zur Ausstellung

Kupferstichkabinett
Matthäikirchplatz
10785 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag: 10 bis 18 Uhr
Samstag/Sonntag: 11 bis 18 Uhr
Montag: geschlossen

6 Euro/3 Euro

 

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