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„Piet Mondrian. Die Linie“. Ausstellung im Martin-Gropius-Bau Berlin.Er gilt als Mitbegründer der abstrakten Malerei: Piet Mondrian (1872 – 1944). Sein prägendes Motiv ist die Linie als Mittel, ein Bild in Flächen zu teilen. Dabei malte der Niederländer um 1900 zunächst im impressionistischen Stil der Haager Schule. Ab 1905 begann er zu experimentieren, probierte Maltechniken und –stile. Je nach Licht wählte er den impressionistischen oder fauvistisch-expressionisten Stil. Der Kubismus beeinflusst ihn. Immer stärker galt sein Interesse dem bildlichen Organisieren und Strukturieren von Flächen. Doch obwohl Piet Mondrian rund um die Welt ausstellte, verdiente er sein Geld weiterhin mit dem Malen von Blumenaquarellen. Gleichzeitig reduzierte er die Flächenbildung in seinen Bildern mehr und mehr auf Linien und Gitter, was dazu führte, dass ihn Nazi-Deutschland als entartet einstufte, während das Interesse an seiner Kunst in den USA sehr groß war. Piet Mondrian starb 1944 in New York.

Der Martin-Gropius-Bau in Berlin ehrt den Künstler mit einer umfangreichen Einzelschau. Sie ist die erste seit der Eröffnungsausstellung der Neuen Nationalgalerie 1968. In rund 50 Werken zeichnet sie die künstlerische Entwicklung von Piet Mondrian nach.

Piet Mondrian: Die Linie
Ausstellung bis zum 6. Dezember 2015
Piet Mondrian – Die Linie | Katalog zur Ausstellung im Martin-Gropius-Bau Berlin 2015

Der Tagesspiegel fasst zusammen: „Man müsste den letzten Raum der wohltuend kompakten Ausstellung mit Musik der Zeit erleben, etwa der der von Mondrian gern besuchten Revuen mit Josephine Baker – und feststellen können, dass „Harmonie“ und „Gleichgewicht“, diese beiden Grundkategorien Mondrians, auf ganz verschiedenen Wegen erlangt werden können.“

Die Berliner Morgenpost hält fest: „Ob sich seine künstlerische Entwicklung tatsächlich so stringent als eine Befreiung der Linie vom Gegenständlichen der frühen Landschaftsmalerei hin zur Abstraktion erklären lässt, wie die Ausstellungsmacher behaupten, sei einmal dahingestellt. Faszinierend ist es allemal, dieser ungewöhnlichen Verwandlung zu folgen – als durchschreite man eine Art Häutungsprozess.“

rbb online bedauert die vielen Absagen bei der Anfrage nach Leihgaben: „Mondrians Streben nach einer – Metaphysik des Lichts – seine spirituelle Idee von der Kunst, bleibt hier weitestgehend verborgen. Ein Wermutstropfen in einer Ausstellung, die in Berlin erstmals nach 42 Jahren einen niederländischen Maler würdigt, der als Hohepriester der Moderne gilt.“

Martin-Gropius-Bau
Niederkirchnerstraße 7
10963 Berlin

Öffnungszeiten
Mittwoch bis Montag: 10 – 19 Uhr
Dienstag: geschlossen

11 Euro/8 Euro

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