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Pianistin Olga Scheps: Mit Dvoráks selten gespieltem Klavierkonzert und dem „Lamentate“ von Arvo Pärt auf Konzertreise

Olga Scheps © Katrin Ebner/Audi Kultur

Bereits mit vier Jahren begann die 1986 in Moskau geborene und in Deutschland aufgewachsene Olga Scheps Klavier zu spielen. Mit 15 förderte sie der große Alfred Brendel persönlich, 2013 schloss sie ihr Konzertexamen mit Auszeichnung ab.

Feuilletonscout: Wie war das, schon mit 15 Jahren von Alfred Brendel gefördert zu werden?
Olga Scheps: Für mich war es sehr aufregend, ich habe ihm eine Aufnahme geschickt und er hat geantwortet und sehr schöne Worte dafür gefunden, so hat sich das ergeben.
Er hat mir sehr viele wertvolle Impulse gegeben die bis heute eine sehr wertvolle Erfahrung geblieben sind.

Inzwischen ist die 30-jährige auf den Konzertbühnen der Welt zu Hause. Als Solistin ebenso wie in kammerphilharmonischen Arrangements oder in Begleitung weltbekannter Orchester. Ihr Repertoire umfasst vor allem Werke der Klassik und Romantik. Wolfgang Amadeus Mozart, Frédéric Chopin, Felix Mendelssohn, Franz Schubert, Franz Liszt, Sergei Rachmaninow, Nikolai Medtner und Edvard Grieg stehen hier in erster Linie auf dem Programm. Eine besondere Vorliebe hat sie hier für eher selten zu hörende Werke, wie z.B. für die posthumen Etüden von Chopin, Liszts „Malédiction” oder auch „Les Oiseaux exotiques” von Olivier Messiaen, das Klavierkonzert von Antonín Dvorák sowie Stücke von Anatoli Ljadow. Und sie weiß ihr Publikum zu begeistern: Die Konzerthäuser sind ausverkauft und nicht selten gibt es stehende Ovationen für die junge Musikerin.

Feuilletonscout: Was lieben Sie an den Werken der Klassik und Romantik und vor allem an den selten aufgeführten? Welche Herausforderungen bergen sie für Sie?
Olga Scheps: Mir ist es egal wie oft ein Werk aufgeführt wird. Dvoráks Klavierkonzert wird sehr selten gespielt weil es sehr „unbequem“ komponiert ist und als kaum spielbar gilt. Das liegt daran dass Dvorak selbst kein Pianist war und eher „orchestral“ gedacht hat. Es gibt eine Bearbeitung von diesem Klavierkonzert von einem anderen Pianisten, die üblicherweise gespielt wird, aber ich spiele die Originalbearbeitung, weil ich sie viel schöner finde.

Feuilletonscout: Am 5. Mai spielen Sie in Ihrer Heimatstadt Köln Arvo Pärts zeitgenössisches Werk Lamentate als Hommage an Anish Kapoor und dessen Skulptur „Marsyas“. Ein eher untypischer Klavierkonzertabend. Normalerweise werden zeitgenössische Komponisten immer wohldosiert in dem Publikum vertraute Stücke von Chopin oder Mendelssohn-Barholdy eingebettet. Was schätzen Sie an Arvo Pärt und an Lamentate im Besonderen? Worauf darf sich das Publikum freuen?
Olga Scheps: Das ist eine sehr meditative, introvertierte Musik finde ich, die sehr viel Atmosphäre transportiert. Für mich ist es etwas Neues weil ich noch nie etwas von Arvo Pärt gespielt habe, und ich freue mich sehr auf diese neue Erfahrung! Ich weiß selbst noch nicht genau, was mich erwartet.

Feuilletonscout: Und worauf freuen Sie sich immer besonders, wenn Sie auf die Bühne gehen?
Olga Scheps: Es ist jedes Mal ein besonderes Gefühl, auf die Bühne zu gehen da gibt es keine Routine, jeder Abend ist anders und neu. Ich freue mich jedes Mal darauf,alles was ich vorbereitet und empfunden habe bei der Arbeit mit der Musik mit dem Publikum zu teilen.

Vielen Dank, Olga Scheps!

Olga Scheps_2Konzerttermin von Olga Scheps:

21. Februar 2016, 11.00 Uhr, Osnabrück, Osnabrück Halle
22. Februar 2016, 20.00 Uhr, Osnabrück, Osnabrück Halle
Dvořák:Konzert für Klavier und Orchester g-Moll op. 33
Olga Scheps, Klavier
Marcus Bosch, Dirigent
Osnabrücker Symphonieorchester

8. März 2016, 19.30 Uhr, Zürich, Tonhalle Zürich, Großer Saal
Tschaikowsky: Die Jahreszeiten op. 37a
Rachmaninow: Variationen über ein Thema von Corelli d-Moll op. 42
Prokofjew: Klaviersonate Nr. 7 B-Dur op. 83
Olga Scheps, Klavier

01. April 2016, 19.30 Uhr, Saalfeld, Meininger Hof Saalfeld
02. April 2016, 19.30 Uhr, Rudolstadt, Theater Rudolstadt

Dvořák: Konzert für Klavier und Orchester g-Moll op. 33
Olga Scheps, Klavier
Oliver Weder, Dirigent
Thüringer Symphoniker

29. April 2016, 19.30 Uhr, Germering, Stadthalle
Tschaikowsky: Die Jahreszeiten op. 37a
Chopin: Ballade Nr. 1 g-Moll op. 23
Chopin: Sonate Nr. 3 h-Moll op. 58
Olga Scheps, Klavier

05. Mai 2016, 20.00 Uhr, Köln, Philharmonie
Arvo Pärt: Lamentate (2002) für Klavier und Orchester
Hommage an Anish Kapoor und seine Skulptur „Marsyas“
Olga Scheps, Klavier
Bas Wiegers, Musikalische Leitung
Staatliches Symphonierochester Estland

08. Juli. 2016, 20.00 Uhr, Nürnberg, Staatstheater, Meistersingerhalle
Chopin: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 e-Moll op. 11
Olga Scheps, Klavier
Simone Young, Dirigent
Staatsphilharmonie Nürnberg

17. Juli. 2016, Sondershausen, MDR
Liszt: Liebestraum Nr. 3 in As-Dur
Tschaikowsky: Die Jahreszeiten op. 37a
Liszt: Myrthen op. 25 Nr. 1 „Widmung“ (Transkription)
Rachmaninow: Variationen über ein Thema von Corelli op. 42
Prokofjew: Klaviersonate Nr. 7 B-Dur op. 83
Olga Scheps, Klavier

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Pianistin Olga Scheps: Mit Dvoráks selten gespieltem Klavierkonzert und dem „Lamentate“ von Arvo Pärt auf Konzertreise, 5.0 out of 5 based on 4 ratings