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Miles Heller, der im Jahr 2008 28 Jahre alt ist, verdient sein Geld mit Entrümpelungen, was zu Beginn der Finanzkrise ein recht ordentliches Geschäft ist. Zumal Miles damit auch seiner Leidenschaft nachgehen kann, Fotos der verlassenen Dinge zu machen.

Doch Miles hat auch Probleme. Seit Jahren hat er keinen Kontakt mehr zu seinen Eltern, am Tod seines Stiefbruders fühlt er sich schuldig und seine Freundin ist eine minderjährige Kubanerin, mit der er zusammenlebt und deren Schwester ihn erpresst. So kommt es, dass er in einem besetzten Haus am Sunset Park in New York einzieht. Dort wohnen der  technologieskeptische Bing, die malende Ellen, die erst mit dem Wechsel zu pornographischen Motiven eine Befreiung erfährt und die Doktorandin Alice, die über das Geschlechterverhältnis im Nachkriegsamerika promoviert. Um dieses Haus herum und seinen vier Bewohnern spinnt Paul Auster seine Geschichte, ergänzt durch den wirtschaftlichen Überlebenskampf von Miles‘ Vater.

Deutschlandradio Kultur hält fest: „So wird in mehreren Stufen die Veränderung der amerikanischen Gesellschaft seit 1945 deutlich. […] Mit „Sunset Park“ hat Paul Auster zu einem neuen Schreibstil gefunden. Postmoderne Verrätselungen und abgedroschene Spiele mit Fiktion und Wirklichkeit hat er zugunsten eines präzisen Realismus hinter sich gelassen.“

hr-online eher kritisch: „Paul Auster gelingt es nicht, dem starken Auftakt seines Romans ähnlich starke Bilder folgen zu lassen. Und sein Anti-Held Miles ist am Ende erneut an seinem hoffnungslosen Ausgangspunkt angekommen.“

Focus online positiv: „So sparsam Auster auch mit der Handlung umgeht, so reich belohnt er den Leser mit der Ausleuchtung seiner Charaktere. Jeder von ihnen steckt in einer Krise, persönlicher sowie meist auch finanzieller Art. Auster malt Hoffnungsstreifen an den Horizont.“

Buchcover “Sunset Park”

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Paul Auster reads „Sunset Park“