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Im Los Angeles der Nachkriegszeit entwickelte sich eine rege Kunstszene, aus der bedeutende Künstler wie John Baldessari, David Hockney, Edward Kienholz oder Ed Ruscha hervorgingen, aber auch Künstler der abstrakten Malerei wie Helen Lundeberg und Karl Benjamin, Keramiker wie Ken Price und John Mason oder Bildhauer wie De Wain Valentine.

Der erste Teil der Berliner Ausstellung „Pacific Standard Time“ beschäftigt sich mit den verschiedenen, parallelen Entwicklungsströmungen der Kunst in Kalifornien. Dabei geht die Schau sowohl chronologisch als auch thematisch vor. Sie deckt Themen wie den Aufstieg der kalifornischen Kunstszene, abstrakte Arbeiten, Assemblage-Plastiken und Collagen, Los Angeles als wichtiges Zentrum der Kunstszene und die Weiterentwicklung der Kunstproduktion in Südkaliforniern ab.

In einem zweiten Teil der Ausstellung setzt sich die Schau mit der Wechselwirkung von Kunst und öffentlichem Leben auseinander und zeigt zum Teil erstmalig veröffentlichte Werke.

Im letzten Teil erwarten den Besucher die Fotografien moderner Architektur von Julius Shulman, bedeutendster Architekturfotograf der amerikanischen Nachkriegsfotografie.

Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit des Getty Research Institute und des J. Paul Getty Museum Los Angeles in Verbindung mit dem Martin-Gropius-Bau Berlin. In Los Angeles beteiligten sich über 60 Institutionen und Galerien an der Schau. Die Tour der zwei wichtigsten Kernausstellungen führt in Europa ausschließlich nach Berlin.

Der Deutschlandfunk kritisch positiv: „Keine Frage, in Kalifornien hat man entdeckt, dass eine hergezeigte Kunsttradition heutzutage wieder ein nicht unwesentlicher Bestandteil für die Außendarstellung einer Stadt ist. […] Doch dafür müssen die Kalifornier sich noch ein wenig mehr Biss zutrauen, in einer vergleichbar riesigen Show mit Kunst seit den achtziger Jahren, die all das Lifestyle-Gehabe der Westküste gehörig aufs Korn nimmt:[…]  Etwas mehr Mut zur ganzen Wahrheit wäre den Kuratoren bei ihrer heroischen Kunstgeschichte schon zuzumuten.

Spiegel online ebenso: „“Pacific Standard Time“ in Berlin aber […] zieht es vor, die Kunstentwicklung bis 1980 aus sicherem zeitlichen Abstand zu betrachten. Da bleibt das unbestimmtere Feld der achtziger und neunziger Jahre außen vor, das mit seiner hibbeligen Trash-Ästhetik die überschaubareren Pop-, Minimal- und Konzeptkunststrategien ablöste.

Pacific Standard Time. Kunst in Los Angeles 1950–1980
Ausstellung noch bis zum 10. Juni 2012

Pacific Standard Time - Ausstellungsplakat

 

 

 

 

Martin-Gropius Bau
Niederkirchner Straße 7
10963 Berlin

Öffnungszeiten:
Montag, Mittwoch bis Sonntag: 10-19 Uhr
Dienstag: geschlossen

12 Euro/9 Euro