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Robin Wright ist nicht mehr die Jüngste. Die Schauspielerin, die sich im Film selbst spielt, muss sich von ihrem Agenten Übles anhören: Sie sei zu alt, ihre Karriere sowieso so gut wie vorbei. Wenn sie weitermachen wolle, dann nur noch als Scan – also als digitales Comicebenbild unter der Bedingung, als Realperson keine Filme mehr zu machen. Robin lässt sich auf den Deal ein. Fortan macht ihr Abbild als Actionheldin Karriere, während Robin selbst in der „animierten Zone“ ihr Glück versucht – eine chemisch veränderte Welt, in der sich Menschen in Zeichentrickfiguren verwandeln.

„The Congress“ basiert lose auf der Science-Fiction-Geschichte „Der futurologische Kongress“ von Stanislaw Lem, in dem die Grenzen von Wirklichkeit und Illusion verwischen. Der israelische Regisseur Ari Folmann nutzt in seinem Film hauptsächlich einen verfremdenden Animationsstil, den er schon in „Waltz with Bashir“ einsetzte.

FAZ net kritisch: „So hinterlässt „The Congress“ einen zwiespältigen Eindruck. Ohne die animierten Passagen hätte Folman den Film nicht finanziert bekommen – genau das wollten die verschiedenen Fördergremien vom „Waltz with Bashir“-Regisseur sehen. Aber das Festhalten an dem, was den alten Ruhm begründete, macht eine Weiterentwicklung unmöglich. Genau das ist das Thema des Films. Ob Folman das selbst gar nicht bemerkt hat?“

Der Deutschlandfunk vernichtend: „2008 beeindruckte Ari Folman mit den Animationen seines meisterhaften Antikriegsfilms „Waltz With Bashir“. Doch „The Congress“ ist wirres Durcheinander, weil, wie gesagt, der Blick ins Hollywood-Geschäft und die Animation einer Parallelwelt mit chemisch erzeugtem Glück nicht zusammenkommen wollen. Thematisch ist alles ziemlich überladen.“

Cinema online resümiert: „Surreal anmutende Zukunftsvision, teilweise schwer fassbar, aber durchgehend faszinierend.“

The Congress

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