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In den sechziger Jahren putschten in Indonesien erst linksnationale Militärs und ermordeten acht Generäle, dann kam der Gegenschlag und mit ihm Präsident Suharto. 1965 begann die Hetzjagd auf Kommunisten und Chinesen. Insgesamt, so Schätzungen, fielen fast zweieinhalb Millionen den Todesschwadronen zum Opfer.

Der amerikanische Dokumentarfilmer Joshua Oppenheimer nimmt sich in seinem Film „The Act of Killing“ dieser in dem asiatischen Land nicht aufgearbeiteten Geschichte an. Er sprach mit den Tätern von damals, ließ sie ihre Taten nachspielen, zeigt Stolz und Gewissensbisse und auch, dass alle Täter von damals noch heute angesehene Mitglieder der indonesischen Gesellschaft sind.

Der Deutschlandfunk resümiert: „“The Act of Killing“ ist verstörend und erschreckend, nicht zuletzt auch durch die Banalitäten, denen der Zuschauer hier zwei Stunden lang ausgesetzt ist. […]In Indonesien bedeutet der Film einen überfälligen Tabubruch. Einen europäischen Zuschauer […]  fordert Oppenheimers Zugang zum Nachdenken über Grundsatzfragen heraus: Wie kann man unbeschreibliche Taten dennoch zeigen, ohne Kitsch, ohne falsche Annäherung an die Täter?“

Zeit online konstatiert: „The Act of Killing ist ein spektakulärer und ungeheuerlicher Film. […] Die Mörder inszenieren sich vor der Kamera so, wie sie von der Nachwelt gesehen werden möchten, und genau dabei legen sie die Beichte ab und sprechen über sich das Urteil. Nichts könnte dokumentarischer sein als das Spiel, nichts realistischer als die Inszenierung.“

FAZ net hält fest: „Wenn Killer ihre Erinnerung choreographieren, können im Kino äußerste Unwirklichkeit und unerträgliche Wirklichkeit zusammenstoßen.“

Cinema online fasst zusammen: „Ein gespenstischer Albtraum.“

The Act of Killing

Kino zum Film: hier