GD Star Rating
loading...

Neu im Kino: „Steve Jobs“ mit Michael FassbenderSteve Jobs = Apple. Mehr braucht man wohl zu dem Mann nicht zu sagen, der Ende der neunziger Jahre mit dem iMac die Computerwelt aufmischte. Steve Jobs ist 2011 an Krebs gestorben, doch was bis heute aus dem Hause Apple kommt, hat Kultstatus und löst Hypes aus.

Daher ist der Wirbel, der um die Entstehung des Biopics entstand, wahrscheinlich interessanter als den Inhalt selbst zu referieren. Steve Jobs‘ Witwe soll die Besetzung der Figur ihres Mannes durch Christian Bale und Leonardo diCaprio verhindert haben, Apple Chefdesigner John Ive wettert ebenfalls gegen die Darstellung seines ehemaligen Chefs.

„Slumdog Millionär“-Regisseur Danny Boyle lässt in seinem Film die Menschen des Apple– Imperiums über Büroflure eilen, permanent redend. Drei entscheidende Ereignisse stehen im Mittelpunkt des Films: 1984 die Vorstellung des Macintosh und der Computermaus, 1988 die Einführung des NeXT-Rechners und 1998 die des iMac. Daneben zeigt der Regisseur einen Steve Jobs, dessen soziale Kompetenzen dürftig sind.

Spiegel online meint: „Der ganz und gar virtuose Film „Steve Jobs“ ist leider auch ein Fall von hemmungsloser Familientier-Küchenpsychologie.“

Focus online fasst zusammen: „Kann man eine so komplexe Persönlichkeit, die die Welt so nachhaltig verändert hat, in ein simples Schema zwängen und gleichzeitig eine packende, wahre Story erzählen? Ja und nein. „Steve Jobs“ hat gar nicht den Anspruch, sein Leben nachzuerzählen. […]„Steve Jobs“ dagegen fesselt mit einem Feuerwerk an Dialogen und lebt von der Spannung zwischen den Figuren – die Besetzung ist großartig […] Das Biopic, das keins sein will, ist trotz der groben sachlichen Schnitzer spannendes, gut gemachtes Kino.“

Computerbild resümiert: „Dank grandioser Schauspieler und einer ungewöhnlichen Erzählweise lohnt sich der Gang ins Kino. Doch wer eine unterhaltsame Nacherzählung von Steve Jobs gesamtem Leben erwartet, wird enttäuscht sein.“

Cinema online kritisch: „“Steve Jobs“ wirkt trotzdem kühl, streckenweise ermüdend und wie am Reißbrett für die Oscar-Nacht zusammengezimmert. Vor allem erfährt man zu wenig über den inneren Antrieb des Hightechgurus, den Danny Boyle wie einen roboterhaft getriebenen Berserker agieren lässt, ohne dass man endgültig versteht, was Jobs zu dem „Mistkerl“ machte, als den ihn viele seiner Exmitarbeiter beschreiben.“

 

Bei Verwendung des Textes bitte Quelle angeben bzw. verlinken.