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Marianne Fredrikssons Roman „Simon“ wurde in 25 Sprachen übersetzt. Sein Inhalt bietet Erzählstoff für mehr als einen Film. Er umfasst eine Zeitspanne von 10 Jahren. Ausgangspunkt ist das Jahr 1939. In Südschweden, unweit von Göteborg, lebt der musisch begabte Junge Simon mit seinen Eltern auf einem Bauernhof. Er freundet sich mit dem Juden Isaak an, dessen Vater Ruben (Jan-Josef Liefers) ein erfolgreicher Buchhändler ist. Ruben erkennt die Talente von Simon und kümmert sich um ihn. Erst Jahre später findet Simon heraus, wer er wirklich ist, und wo seine biographischen Wurzeln liegen.

Deutschlandradio Kultur kritisiert die Umsetzung, lobt hingegen die schauspielerische Leistung von Jan-Josef Liefers: „Aber der in 25 Sprachen übersetzte bekannte Roman erzählt ja noch vieles mehr und die nun verfilmte 18. Drehbuchfassung offenbart die Schwierigkeit, all die Handlungsstränge in einer akzeptablen Spielfilmlänge unterzubringen. […]Ihm allein und seiner Präsenz ist es zu verdanken, dass der Zuschauer nicht gänzlich das Interesse an diesem ausufernden Familien- und Geschichtsepos verliert.“

Der Deutschlandfunk hingegen positiv: „Krieg, Nazibarbarei, Holocaust und die Traumatisierung derjenigen, die es schaffen zu überleben, sie sind immer präsent als Teil der Erzählung, treiben sie an, vom Rand her in gewisser Weise. So verbinden sich in „Simon“ auf geschickte und überzeugende Weise Zeitläufte mit der individuellen Suche nach Identität. „Simon“ von Lisa Ohlin – empfehlenswert.

Cinema online fasst zusammen: „Gefühlvolle, weit ausholende Schicksalsballade im Schatten von Terror und Hakenkreuz.“

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