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Das hinduistische Kumbh-Mela-Fest findet nur alle zwölf Jahre statt. Seit acht Jahren lebt Sadhu Suraj Baba als Einsiedler in einer Höhle im Himalaya, fernab der Zivilisation, meditierend, ohne je eine Menschenseele gesehen oder gesprochen zu haben. Für das Fest, das rund 70 Millionen Pilger anzieht, beschließt er, zurückzukehren  und sich auf die Reise zu begeben, die ihn als Weiser ausweist und das Askesegelübde abverlangt. Regisseur Gaël Métroz begleitete Sadhu länger als ein Jahr. Aus einer bürgerlichen Familie stammend, kappt Suraj alle Bande zur Vergangenheit und lebt in Armut und Demut. Dabei muss er seine Faszination für die westliche Kunst (Rockmusik, Philosophen, Literaten) und das Streben nach Entbehrung, das sein Eremitenleben verlangt, versuchen zu vereinen. Doch auf seinem Weg zurück merkt er, dass er kein Heiliger mehr sein möchte.

RBB Kulturradio meint: „Ein schön bebilderter Film für Menschen, die sich selbst gelegentlich mal die Frage nach dem Sinn ihres Lebens stellen.“

NZZ online kritisch: „Was er zu erzählen weiss, gelangt indes nur selten übers Triviale hinaus, und da die filmische Darstellung einer Meditation auch nicht viel hergibt, stellt sich wiederholt Langeweile ein. […] Wir fühlen mit dem Pilger, wenn er angesichts der Menschenmassen der Kumbh Mela am Ganges Reissaus nimmt, und empfinden mit ihm die Schönheit der Berglandschaften Nepals an der Grenze zu Tibet.“

Cinema online fasst zusammen. „Die ausdrucksstarken Bilder ziehen einen in den Bann, Suraj Baba selbst spricht emotional über seinen Glauben und die eiserne Disziplin. Regisseur Gaël Métroz gelingt eine faszinierende Charakterstudie, die zum Nachdenken anregt.“

Kino zum Film: hier