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Als Wladimir Kaminer kurz nach der Wende als russischer Emigrant nach Berlin kam, war alles noch ein bisschen durcheinander, wild, unfertig und verwirrend. In der damals noch bestehenden DDR bekam er „humanitäres Asyl“ und kurzzeitig sogar noch die DDR-Staatsbürgerschaft. Seine skurrilen Erlebnisse dieser Anfangszeit fanden ihre Verewigung in dem inzwischen zum Kult avancierten Erzählband „Russendisko“. 12 Jahre nach Erscheinen und viele weitere erfolgreiche Erzählbände, Auftritte in der „Reformbühne Heim und Welt“, echte „Russendiskos“ im Kaffee Burger weiter und nach einem inzwischen erfolgreiches Journalisten- und Autorenleben, kommt das Erstlingswerk Kaminers nun ins Kino. In seinem Regiedebüt macht Regisseur Oliver Ziegenbalg aus der Erzählsammlung eine durchgehende Geschichte und besetzt den Russen Wladimir mit Matthias Schweighöfer. Wladimir Kaminer selbst ist nur als Stimme des russischen Radiodoktors zu hören.

Deutschlandradio Kultur bedauert: „Zuschauer, die das in der Realität nie sahen, mögen Spaß haben an einem flott, doch ohne jegliche Ambition erzähltem Film, in dem die Fans des Buches ihren Autor und begnadeten Vorleser Wladimir Kaminer aber mit Sicherheit nicht wiederfinden werden.“ Und resümiert: „Wladimir Kaminers Erzählungen als Feel-Good-Movie mit typisch deutschem Komödienpersonal.“

Zeit online kritisiert: „Die Komödie ist von lauter Russen bevölkert, die es nach dem Mauerfall nach Berlin verschlägt – aber alle sprechen von der ersten Sekunde an perfektes Hochdeutsch. […] So wird der besondere Reiz von Kaminers Erzählband in der Kinofassung zur bloßen Behauptung: Dass da ein Fremder mit staunenden Augen auf die Seltsamkeiten der Deutschen schaut.“

Welt online negativ: „Die recht schlicht gestrickte Komödie, der man die Studioaufnahmen leider allzu sehr ansieht, setzt ganz auf den jugendlichen Charme ihres Hauptdarstellers Matthias Schweighöfer. Russische Seele? Fehlanzeige!“

Cinema online fasst  zusammen: Ethnokomödie über die kleinen Skurrilitäten des Alltags, die sich in Iwan-Folklore und profanen Witzchen verliert.“

Kino zum Film: hier