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Was tun, wenn man 80 Jahre alt ist, von einer kleinen Rente in einem verrufenen Pariser Vorort leben muss und einem eines Tages ein Paket Marihuana in die Hände fällt? Die verbiesterte Paulette ergreift die Chance, die sich ihr unvermittelt bietet: Als ehemalige Konditorin mit Geschäftssinn ausgestattet, backt sie Haschkekse, tatkräftig unterstützt von ihren Freundinnen. Und da man nicht den hasst, mit dem man gute Geschäfte macht, überwindet Paulette auch ein Stück ihres bösen Rassismus und ist bald von einem gut funktionierenden Netzwerk umgeben. Dass sie damit den Platzhirschen der Drogenszene gehörig in die Quere kommt, ist schon fast die logische Konsequenz – und die lassen sich auch nicht lumpen: Um die ungewollte Konkurrenz wieder loszuwerden, entführen sie Paulettes Enkel. Doch sie haben die Rechnung ohne Paulette und ihre Freundinnen gemacht.

FAZ net begeistert: „Die große Bernadette Lafont spielt die biestige Paulette ganz wunderbar und sieht dabei verdammt cool aus […]Trotz alledem ist der Film zutiefst kuschelig – einer dieser Filme, auf deren Werbeplakaten Rezensionen zitiert werden, die ihn „einfach und ehrlich“ finden, „rührend“ oder „herrlich unmoralisch“, und die genau all das auch sind.“

Der Deutschlandfunkt kritisch: „Komödien mit gesellschaftskritischen Bezügen können sie – die Franzosen. „Ziemlich beste Freunde“ hat das gezeigt. Im selben Fahrwasser bewegt sich jetzt „Paulette“ von Jérôme Enrico. Während der erfolgreichste französische Film aller Zeiten in den deutschen Kinos allerdings Herz und Schnauze hatte, fehlt es „Paulette“ eindeutig an Ersterem. Außerdem blitzt zu stark die britische Komödie „Grasgeflüster“ durch, die eine ganz ähnliche Geschichte erzählt hat.“

Deutschlandradio Kultur positiv: „Regisseur Jérome Enrico hat eine ebenso originelle, wie tiefsinnige Komödie gedreht. Und mit Bernadette Lafont, der einstigen Ikone der Nouvelle Vague hat er auch eine wunderbare Schauspielerin gefunden, die einem diese kratzbürstige Alte immer näher bringt.“

Paulette

Kino zum Film: hier