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Während Karen im Bus weint, als sie aus ihrem Leben ausbricht und sich auf Identitätssuche begibt („Karen weint im Bus“), reist „Miss Kicki“ im gleichnamigen Debütfilm von Hakon Lius nach Taipeh. Dort will sie Mr. Chang treffen, eine Skype-Bekanntschaft, mit dem sie regelmäßig chattet. Im Gepäck: ihr 16-jähriger Sohn, den sie viel zu lange vernachlässigt hat und der eigentlich bei der Großmutter aufgewachsen ist. Doch als die beiden endlich in Taiwan ankommen ist alles anders: Mr. Chang entpuppt sich als verheiratet mit Kind, der die virtuelle Bekanntschaft mit Kicki zwar genoss, aber nicht ernst meinte und sich durch Polizeigewalt ihres Besuchs entledigt. Nun müssen sich Mutter und Sohn in einem fremden Land, mit einer Sprache, die sie nicht verstehen und nahezu mittellos durchschlagen.

Deutschlandfunk lobt die Hauptdarstellerin: „Getragen wird dieses großartige Melodrama vom späten Finden der Identität über weite Strecken von der Hauptdarstellerin Pernilla August.[…] In Hakon Lius Debütfilm spielt sie die ganze Kunst einer Darstellerin aus, die im europäischen Autorenkino gereift ist. Jeder Augenaufschlag ist großes Drama.“

Deutschlandradio Kultur lobt: „Der Norweger Hakon Liu erzählt die Geschichte einer verlorenen Frau, die bisher immer nur auf der Jagd nach dem Glück war, es aber nie fand, in träumerisch-verblichenen Bildern. Der Film balanciert zwischen emotionaler Tiefe und Kitsch, aber diese Balance tut der Erzählung sehr gut.“

Cinema online kritisch: „Die Story wirkt in manchen Szenen so richtungslos wie Kickis Leben, doch Pernilla August ist umwerfend.“

Welt online positiv: „Erstaunlich ist, wie sich „Miss Kicki“ dennoch zu einem fein nuancierten, spannenden Drama über Glückssuche und das Wagnis, Beziehungen einzugehen, entwickelt. Möglich macht das vor allem das herausragende Spiel von Pernilla August als Kicki.“

Kino zum Film: hier