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Neu im Kino: „Leviathan“„Leviathan“ erhielt einen Goldenen Globe als bester fremdsprachiger Film, für den Oscar war er auch nominiert, aber Russlands Kulturminister war wenig begeistert und beschloss, keine Filme mehr fördern zu lassen, die „den Geist der Sinnlosigkeit unseres Lebens verbreiten„.

In „Leviathan“ kämpft Kolia in einem kleinen Küstenort in Russland gegen einen korrupten Bürgermeister. Dieser hat es auf das Land abgesehen, auf dem Kolias Autowerkstatt steht. Doch Kolia gibt nicht klein bei. Mit seinem alten Freund Dmitri, der es bis zum Anwalt in Moskau gebracht hat, will er sich gegen die Willkür gerichtlich wehren. Sollte dies nicht klappen, bliebe immer noch die Möglichkeit, möglichst viel kompromittierendes Material gegen den Politiker zu sammeln. Doch es kommt immer anders als man denkt: Freund Dmitri und Kolias Frau landen gemeinsam im Bett und die Schergen des Bürgermeisters stehen auch bald vor der Tür.

Zeit online hält fest: „Die Spannung und die schwarze Magie von Leviathan gehen vielmehr von der urtümlichen Gewalt aus, mit der die Geschichte den armen Kolia in einen immer tiefer gähnenden Abgrund reißt. […] Das Epos „Leviathan“ ist ein Meisterwerk. Der Spielfilm, der Machtmissbrauch und Korruption in Russland anprangert, hat die Mächtigen dort gegen sich aufgebracht.“

Deutschlandradio Kultur positiv: „“Leviathan“ ist eine voll an den entsetzten Kopf knallende, erschütternde Ballade über die heutige hoffnungslose Moral in der russischen Gesellschaft, wo ein arktischer Hiob (letztlich) lächerlich gegen Gier, Machtmissbrauch und Korruption aufbegehrt und damit seinen eigenen Untergang einläutet. Die grandiose Parabel über die gegenwärtige Moral innerhalb der russischen Gesellschaft ist begleitet von dieser einnehmenden landschaftlichen Schönheit hier […]“

Süddeutsche online konstatiert: „Andrej Swjaginzews Film „Leviathan“ zeichnet ein packendes Bild der russischen Gegenwart, komisch und verzweifelt zugleich. Dafür wird er im Westen gefeiert – und von Russlands Regierung gerügt.“

Spiegel online meint: „Ein albtraumhaft schöner Film.“

Cinema online fasst zusammen: „Ein episches Gleichnis über den aussichtslosen Kampf gegen staatliche Willkür.“

Kino zum Film: hier

 

 

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