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Am 14. Juli 1789 stürmt das Volk in Paris die Bastille. Vor den Toren der Stadt – im Schloss von Versailles – scheint die Französische Revolution noch weit entfernt. Die Königin Marie Antoinette (Diane Kruger) ist frisch verliebt und ihre Vorleserin Sidonie plagen die Läuse und das Ungeziefer. Doch als im Schloss die Liste mit den 289 Adeligen auftaucht, deren Köpfe als erste rollen sollen, erfasst Panik das Leben bei Hofe.

Benoît Jacquot inszeniert sein Historienfilm als Kammerspiel und spart die Vorgänge der Revolution in den Straßen von Paris aus. Stattdessen schildert er aus der Sicht des Dienstmädchens Sidonie die Dramaturgie des Machtverlusts und der Angst der Schlossbewohner. Die Dreharbeiten fanden überwiegend an den Originalschauplätzen statt.

„Lebe wohl, meine Königin“ eröffnete die diesjährige Berlinale.

Deutschlandradio Kultur konstatiert: „“Lebwohl meine Königin“ ist so ein ganz anderer Kostüm- oder Revolutionsfilm, eine kühle Studie über Verlangen und Verrat, Begierden und Begehrlichkeiten. Und wie so oft bei Benoit Jacquot, ist der Film vor allem eine Frauenstudie.“

Focus online positiv: „Der französische Filmemacher Jacquot bietet dem Zuschauer keine Geschichtslektion, sondern pralles, sinnliches Kino.“

NDR.de resümiert: „Doch mehr als um die Ausstattung geht es Benoît Jacquot um die Innenansicht einer Elite in der Krise, einer bornierten Klasse, die sich den politischen Realitäten verweigert.“

Cinema online fasst zusammen: „Subtil und detailgenau lässt der Film die Umsturz-Atmosphäre von 1789 lebendig werden.“

 

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