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Der Film beruht auf einer wahren Geschichte. 1942 schafft es der neunjährige jüdische Junge Srulik, sich aus dem Warschauer Ghetto zu schmuggeln und den Massendeportationen zu entkommen. Gejagt von den Nazis, schlägt er sich durch die Wälder, wagt sich vor Hunger in die Dörfer, findet Menschen, die ihm helfen und solche, die ihn verraten. Seine engste Verbündete wird die Bäuerin Magda, die ihm empfiehlt, sich als Katholik mit Namen Jurek auszugeben. Srulik befolgt ihren Rat, übertreibt es mit seiner neuen Identität sogar von Zeit zu Zeit. Und obwohl er bei einem schrecklichen Unfall seinen rechten Arm verliert, schafft Srulik es, zu überleben und nach drei Jahren Irrfahrt glücklich in Israel anzukommen.

Regisseur Pepe Danquardt erhielt 1994 für seinen Kurzfilm „Schwarzfahrer“ den Oscar und machte mit Filmen wie „Joschka und Herr Fischer“ oder auch „Am Limit“ auf sich aufmerksam.

Deutschlandradio Kultur kritisch positiv: „Der Film ist schlicht und bieder erzählt. Als ein trauriges „Huckleberry Finn“-Abenteuer in schlimmen Zeiten. Mit kindlichen rührenden Großaufnahmen. Musikalisch kitschig untermalt. Konzertant als Getöse begleitet. […] Ein schwacher starker Film.“

Der Deutschlandfunk ebenso: „Eindrucksvoll, die Geschichte des kleinen Jungen, der durch eine mörderische Welt läuft, sich in den Wäldern mit anderen jüdischen Flüchtlingen zu ernähren sucht. Aber störend ist, wie sehr Pepe Danquart einen historischen Abenteuerfilm zu inszenieren sucht. Und das unerträgliche Pathos des Soundtracks macht „Lauf Junge Lauf“ auch nicht zum überzeugenderen Film.“

Süddeutsche online fasst zusammen: „Keine einzige Minute ist überflüssig, wenngleich man das Ende mit dem glücklichen Ausgang als Erlösung empfindet.“

Die Stuttgarter Nachrichten meinen: „Eine Geschichte, die durchschüttelt“

Cinema online hält fest: „Der Film lebt von der Darstellung der polnischen Zwillinge Andrzej und Kamil Tkacz, die das Martyrium des kleinen Srulik/Jurek schmerzhaft spürbar machen. […] Mit seinem vierten Spielfilm ist Pepe Danquart ein reifes Werk über den Sieg der Menschlichkeit in unmenschlichen Zeiten gelungen.“

Neu im Kino: "Lauf, Junge, lauf"

Kino zum Film: hier