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Maria ist 14 Jahre alt und lebt in einer kleinen Stadt im Südwesten Deutschlands. Ihre Familie ist streng religiös, erzkatholisch. Im Firmunterricht der Priesterschaft wird den Kindern jede Zugewandtheit zum normalen Leben, jeder Wunsch nach Individualität ausgetrieben. Marias Mutter ist hartherzig und bestraft ihre Tochter mit Liebesentzug, als diese nicht nur den Wunsch äußert, im Kirchenchor auch einmal Gospel oder Soul singen zu dürfen, sondern erst recht, als sich eine zarte Freundschaft zu einem Klassenkameraden anbahnt. Maria wird zur Außenseiterin. Aus dem daraus resultierenden Konflikt gibt es für Maria nur den Ausweg, sich für ihren Bruder, der nicht sprechen will, zu opfern. Als ihr Entschluss feststeht, gibt es für sie keinen Weg zurück.

Der Film von Anna und Dieter Brüggemann folgt Maria in 14 ungeschnittenen bis zu 15 Minuten langen Tableaus analog zu den Stationen des Kreuzwegs Jesu. „Kreuzweg“ erhielt bei der diesjährigen Berlinale den Silbernen Bären.

Der Deutschlandfunk hält fest: „Es ist ein distanzierter, keineswegs aber teilnahmsloser Blick auf einen Teenager im Spannungsfeld zwischen religiösem Fundamentalismus und weltlichem Leben. „Kreuzweg“: empfehlenswert.“

Deutschlandradio Kultur lobt: „In höchster Konzentration und Intensität gestalten herausragende Darsteller vor ruhiger Kamera  einen modernen Kreuzweg Jesu. […] Die zu den Dreharbeiten 14-jährige Lea van Acken ist einfach grandios […]“

FAZ net kritisch: „Auf der Berlinale, wo Dietrich Brüggemann und seine Schwester Anna für ihr Drehbuch einen Silbernen Bären gewannen, wurde „Kreuzweg“ als Beispiel für ein unangepasstes, mutiges und formbewusstes deutsches Kinoerzählen gepriesen. Da war der Wunsch der Vater des Gedankens. Denn dieser Film ist genauso brav wie seine Brüder im Fernsehen. Nur eben mit anderen Mitteln.“

Cinema online fasst zusammen: „Ein beklemmendes Lehrstück über die zerstörerischen Folgen von religiösem Fanatismus.“

Kreuzweg

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