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Wer ist besser geeignet für die Markforschung als ein absoluter durchschnittlicher Herr Mustermann? Einer, der Lehrer-Ehefrau (Veronica Ferres) und Sohn in einem Zuhause hat, das aus Ledersofa, Schrankwand und Großbildfernseher besteht? Einer, der einen Durchschnittsjob macht, dessen Leibgericht Schnitzel mit Kartoffelsalat ist und der VW fährt? Einer wie Thomas Müller (Olli Dittrich).

Und weil dieser Thomas Müller gerade seinen Job verloren hat, steht plötzlich der charismatische Stefan Schmidt vor dem Verzweifelten und bietet ihm einen lukrativen Job bei „Industries Limited“, einem Industriedienstleistungsunternehmen, an. Das bereits geplante Häuschen im Grünen rückt damit für Thomas Müller näher, bis er merkt, dass er als Objekt der Markforschung von seinem Arbeitgeber gnadenlos ausspioniert wird – und zurückschlägt.

Regisseur David Dietl, Sohn von Regisseur Helmut Dietl, legt mit „König von Deutschland“ den Abschlussfilm seines Regiestudiums vor.

Deutschlandradio Kultur begeistert: „David Dietl liefert keine deutsche „Truman Show“ ab, sondern lässt unterhaltsame Gedanken und Figuren auf kecker Flamme los mit überschaubarer, deutlicher, aber stets kitzliger Breitseite. „Thomas Müller sind inzwischen“ -klar- „wir alle!“ raunen die satirischen, zynischen Bilder und Motive, die dadurch stark wirken, weil an der Rampe ein brillanter Könner stimmungsvoll prächtig mimt: Olli Dittrich.“‘

Zeit online hingegen vernichtend: „Es soll eine Satire auf das politische System der Berliner Republik sein. Es soll eine Satire auf den Überwachungswahn der Politik sein. Es soll eine Satire auf die totale Vernarrtheit der Politik in die Mehrheitsmeinung sein. Aber es ist vor allem: wahnsinnig langweilig.“

Welt online wiederum positiv: „Dass dieser Jedermann als Filmcharakter aber im Unterschied zu den Nebenrollen gerade nicht zur Karikatur wird, die man sich allzu leicht vom Leib halten könnte, liegt außer an den nur leicht surrealen, dadurch aber umso beklemmenderen Rahmungen und Räumen (Kamera: Felix Novo de Oliveira) vor allem an Dittrichs sorgfältiger, liebevoller Darstellung eines arglos Übertölpelten.“

Cinema online meint: „Die Idee des Films ist gut, die Umsetzung weniger gelungen. Vor allem in der zweiten Hälfte dockt Dietl Junior an Peter Weirs „Truman Show“ an, doch dem Witz mangelt die satirische Schärfe. Olli-Dittrich-Fans sollten sich den Film dennoch nicht entgehen lassen.“

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