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Der 14-jährige Ali ist einem Flüchtlingslager in Palästina aufgewachsen. Gelernt, Juden zu hassen, trifft er genau auf einen solchen, als er mit seiner Familie nach Berlin-Kreuzberg kommt. Der 84-jährige Alexander wohnt über der hinzugezogenen Familie. Um in der Clique seines Cousins aufgenommen zu werden, erklärt sich Ali bereit, in die Wohnung des „Feindes“ einzubrechen und sie zu verwüsten. Als er erwischt wird, gibt es für ihn nur eine Möglichkeit, um der Abschiebung zu entgehen: Er muss sich auf einen Deal mit Alexander einlassen – Ali bringt die Wohnung wieder in Ordnung, wodurch Alexander der Einweisung in ein Altenheim entgeht, auf die das Sozialamt drängt.

Deutschlandradio Kultur konstatiert: „“Kaddisch für einen Freund“ erzählt in knappen Bildern und kurzen Dialogen von der Überwindung kultureller Klüfte, von Vertrauen und der Kunst der Versöhnung.“

Welt online kritisiert: „Statt Generalisierungen und Klischees zu vermeiden, baut Khasin, der auch das Drehbuch geschrieben hat, seinen gesamten Plot daraus, offenbar in der Hoffnung, die stimmige Zeichnung der Charaktere ergäbe sich so ganz von allein. Doch leider ist dem nicht so.“

Süddeutsche online hingegen positiv: „Mit einer Mischung aus Humor und Rührseligkeit erzählt Khasin – ohne Zeigefinger, ohne hippiesken Friedensgruß. Einfach zwei Feinde, die abseits des Schlachtfelds aufeinandertreffen und ihren anerzogenen Groll ablegen.“

Cinema online lobt: Leo Khasins Spielfilmdebüt beeindruckt durch genau beobachtete Mileuschilderungen und eine glaubwürdige, lebendig inszenierte Geschichte.“

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