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Neu im Kino: „Jackie“ mit Natalie PortmanDrei Oscar-Nominierungen eilen dem Film „Jackie“ voraus: Natalie Portman als beste Hauptdarstellerin, Musik und Kostüm gehen ins Rennen um die begehrte Trophäe. Anders als viele seine Vorgängerfilme, konzentriert sich „Jackie“ von Regisseur Pablo Larraín weniger auf die bekannten Bilder von der Frau im rosa Chanel-Kostüm, sondern nimmt als Vorlage ein Interview, das die junge Witwe rund zwei Wochen nach dem Attentat gab. Darin versucht sie, mit der Trauer fertig zu werden und vor allem das Vermächtnis ihres Mannes zu retten und ihm ein Denkmal zu setzen. Der Film spart das Attentat zwar nicht aus, rückt aber die Frau an der Seite des Präsidenten – eine reiche Unternehmertochter, die den Glamour ins Weiße Haus brachte – in den Mittelpunkt und macht deutlich, dass John F. Kennedys Andenken ohne Jackie bei weitem nicht so glorios wäre.

Spiegel online lobt Natalie Portman: „Das soll natürlich auch die wichtigste These des Films stützen – dass es sich bei Jackie um eine buchstäblich zentrale historische Figur handelt. Doch ohne eine Schauspielerin, die diesem Blick nicht nur standhalten kann, sondern ebenso entschlossen zurückschauen kann, wären diese Bilder nutzlos. Natalie Portman ist so eine Schauspielerin.“

Welt online konstatiert: „So kann es sich angefühlt haben, inside Jackie Kennedy. So war das für Jackie, so war sie. Was Larraín allerdings – vielleicht unbewusst – eben auch sichtbar macht, ist, dass da kaum was war. Jacqueline Kennedy taugte deswegen so perfekt als Ikone.“

FAZ net fasst zusammen: „An John F. Kennedy (und seinem Bruder Bobby, hier gespielt von Peter Sarsgaard) hängt nun der Mythos, die amerikanische Demokratie könnte „forever young“ sein. Zugleich zeigt sie sich in „Jackie“ als steinalt, am Leben gehalten nur durch eine Frau, die sich für ihr störrisches Tun mit einem Satz legitimiert, der in Amerika resonanter nicht sein könnte: „I’m just doing my job.“ Dabei hat sie doch gar keinen Job. Sie ist eine Majestät auf Abruf. Bis heute. Genau das macht der Film „Jackie“ in allen Facetten beeindruckend klar.“

Zeit online resümiert: „Der Film leuchtet (in semifiktionalen Momenten) die heikle Schnittstelle in Jackies Leben aus, in der das Öffentliche auf das Private trifft.“

NDR online meint: „Pablo Larraíns Film zeichnet das Bild einer Frau zwischen Schock und Selbstbeherrschung. Seine Heldin ist besessen davon, ihr eigenes Bild und das Bild ihrer Ehe bis aufs letzte Detail zu kontrollieren.“

 

 

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