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Neu im Kino: „Hüter meines Bruders“Gregor und Pietschi sind Brüder, deren Leben sehr unterschiedlich ist. Während Gregor mit 32 Jahren als Assistenzarzt die Karriereleiter nach oben klettert, stets freundlich und professionell, mit Ehefrau und scheinbar einem festen Platz in der Gesellschaft, määndert der zwei Jahre jüngere Pietschi ziellos durchs Leben. Job, Einkommen, Beziehungen – nichts ist von Dauer.

Trotzdem folgen die beiden ungleichen Geschwister jährlich dem Ritual eines gemeinsamen Segeltörns zu Pfingsten. Doch dieses Mal verschwindet Pietschi spurlos. Gregors Leben geht zunächst weiter, folgt den täglichen Routinen, trotz der Irritation, die das Verschwinden des Jüngeren hinterlassen hat, denn auch auf Nachrichten erhält Gregor keine Antwort. Nach und nach fängt er nun doch an, nachzuforschen und dabei immer mehr in das Leben seines Bruders einzudringen. Er geht in dessen Wohnung, liest seine Post, beginnt ein Verhältnis mit dessen Ex-Freundin. Gregor verliert sich immer mehr in der Identität seines Bruders und vernachlässigt darüber sein eigenes Leben. Er spürt, dass er Pietschi sehr wahrscheinlich für immer verloren hat. In seiner Sehnsucht verschmilzt Gregor immer stärker mit dem Verschwundenen und entdeckt in dessen Leben Facetten, die ihm bisher verborgen waren.

Der Debüt-Spielfilm von Regisseur Maximilian Leo eröffnete bei der Berlinale 2014 die Reihe „Perspektive Deutsches Kino“.

Die Abendzeitung hält fest: „Erstlings-Regisseur Maximilian Leo inszeniert diese beklemmende Geschichte souverän und subtil, in toll komponierten Bildern […] Bis zum Ende hält Leos Erstling seine innere Spannung.“

Cinema online fasst zusammen: „Ein rätselhafter Film, sinnlich und kopflastig zugleich.“