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Monsieur Oscar lebt viele Identitäten: Morgens steigt er in die Stretchlimousine, mit der ihn seine Assistentin abholt, studiert die Dossiers, zieht sich um und spielt die ihm zugewiesene Rolle: Den Bettler, den Sterbenden, einen Akkordeonspieler oder auch einen Killer. Er ermordet einen Banker auf offener Straße und entführt ein Supermodel. Immer beobachtet von tausenden Kameras, Teile einer gigantischen Unterhaltungsindustrie. Dabei zehrt der Wechsel der Identitäten, das Spiel zwischen Inszenierung und Realität schon lange an Oscars Nerven.

Regisseur Leos Carax ist bekannt geworden durch seine surrealistisch anmutenden Filme. Vier sind es bisher, der bekannteste, „Die Liebenden von Pont-Neuf“, stammt aus dem Jahr 1992. Neben Denis Lavant in der Rolle des Monsieur Oscar treten Eva Mendes, Kylie Minogue und Michel Piccoli in „Holy Motors“ auf.

Der Deutschlandfunk positiv: „Leos Carax hat einen Film gedreht, der manchmal nur eine Phänomenologie des Alltags, dann wieder voller poetischer Schönheit ist und immer wieder Partikel der Filmgeschichte zitiert. Eine Komödie der Identitäten und ein Reigen der Sinnlichkeiten des Lebens. Augen auf. So etwas kriegt man so leicht nicht mehr geboten.“

Süddeutsche online konstatiert: „13 Jahre und einige gescheiterte Projekte später ist Leos Carax nun wieder da, mit einem irren Meisterwerk, das sich als ebenso naiv wie raffiniert, als beeindruckend furchtlos und mit allen Wassern des Kinos gewaschen präsentiert.“

FAZ net kommentiert: „[…] ein großer Filmemacher, der sich mit einem kühnen Meisterwerk zurückmeldet, jenseits dessen es wieder einmal sehr schwierig für ihn sein wird, weiterzumachen. Für die absehbaren Jahre des geduldigen Wartens sind wir mit dem überreichen „Holy Motors“ ausreichend beschäftigt.“

Cinema online eher ratlos: „“Holy Motors“ von Leos Carax […], eine ebenso irrwitzige wie bizarre Reise durch … ja, wodurch eigentlich? […] Dieser Film ist der reinste Irrsinn.“

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