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Über 50 Spielfilme gehen auf sein Konto, Klassiker der Filmgeschichte. Alfred Hitchcock, der geniale Regisseur, der „Master of Suspense“, klein, dick, und in jedem seiner Werke mit einem Cameo-Auftritt vertreten.

1990 erschien das Sachbuch „Alfred Hitchcock and the making of ‚Psycho’“ von Stephen Rebello. Auf diesem nur 200 Seiten starken Bändchen, bearbeitet von John J. McLaughlin, basiert das Spielfilm-Debut des Briten Sacha Gervasi (geb.1966), der bisher nur einen Dokumentarfilm gedreht und ein Drehbuch geschrieben hat. Der Film setzt 1959 ein. Hitchcock ist 60 Jahre alt, sein Film „Der unsichtbare Dritte“ scheint ein Erfolg zu werden, und der Regisseur sucht nach einer neuen Herausforderung, mit der es allen noch einmal zeigen kann. Mit „Psycho“ findet er seinen Stoff – und stößt damit alle vor den Kopf: Die Filmstudios und vor allem seine Frau, die ihn als Cutterin und Drehbuchautorin von Beginn an unterstützte.

Prominent besetzt, konnte Gervasi Anthony Hopkins für die Rolle Hitchcocks gewinnen, Helen Mirren für die seiner Frau Alma sowie Scarlett Johansson als Janet Leigh und Jessica Biel als Vera Miles.

Zeit online lobt das Dekor des Films, kritisiert jedoch die streckenweise komplett frei erfundenen Handlungsstränge und resümiert negativ: „Hitchcock ist sein Spielfilm-Regie-Debüt, und es ist über weite Strecken zu spüren, dass ihm die inszenatorische Kraft für dieses komplexe Thema fehlt. Seinem Film geht zwischendurch schlicht die Puste aus. Das größte Problem jedoch ist das nur mittelmäßige Drehbuch von John J. McLaughlin […]“

Der Deutschlandfunk zieht nüchtern Bilanz: „Disneys „Schneewittchen“ war kein Dokumentarfilm über’s Mittelalter, und „Hitchcock“ ist keiner über den großen Filmkünstler, sondern eine fiktive Geschichte über einen Geschichtenerzähler, der in „Psycho“ in unsere tiefen Abgründe schaute, sich dabei kräftig einen feixte.“

NDR online hingegen begeisterst: „Wie es zu diesem Klassiker der Filmgeschichte kam, […] zeigt jetzt der großartige und durchaus amüsante Film „Hitchcock“. Anthony Hopkins spielt diesen besessenen Filmemacher kongenial, Helen Mirren seine kluge, eigenwillige und überaus loyale Ehefrau Alma ganz wunderbar.“

Cinema online lobt ebenfalls: „Sacha Gervasis Spielfilmdebüt bietet eine Fülle an Anekdoten, die mit liebevoller Ironie Hitchcocks Schrullen, seine Obsessionen und seinen makabren Humor illustrieren. Dank der vielen Anspielungen und Zitate sieht diese Hommage an die klassi­sche Ära der Traumfabrik fast selbst aus wie ein Hitchcock […]“

Filmplakat “Hitchcock”

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