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Belle Époque in Frankreich. Die große Zeit der luxuriösen Bordelle geht Ende des 19. Jahrhunderts langsam zu Ende. Bertrand Bonello wirft mit seinem Film einen Blick in die geschlossene Gesellschaft der Frauen, deren Luxus der ihrer Freier ist. Freiwillig gehen sie in die Häuser hinein, um Geld zu verdienen. Doch schnell entpuppt sich das „maison de tolérance“ als ein Gefängnis, aus dem es kaum ein Entkommen gibt. Das große Geld ist nicht zu machen, die Schulden steigen, Krankheiten lauern und die Willkür mancher Freier zerstört das Leben der Mädchen für immer.

Süddeutsche online kommentiert: „Er hat die historischen Hintergründe seiner Geschichte ziemlich akribisch recherchiert, in Büchern und Archiven, mit alten Polizei-Unterlagen, sich orientiert am Pariser Le Chabanais, […]“Haus der Sünde“ fließt dahin, in einer Mischung aus nostalgischer Melancholie – dazu, in hartem Kontrast, eine Kamera in permanenter Bewegung, moderne Stilmittel und moderne Musik.“

Welt online konstatiert: „Wie ein unbeteiligter Hausgast protokolliert die Kamera den Alltag im Bordell. [.-..] Über allem liegt eine beständige Müdigkeit, in der sich der Überdruss andeutet, ein Bewusstsein über die Ausweglosigkeit der eigenen Lage.“

Zeit online: „Tatsächlich ist Bertrand Bonellos Haus der Sünde, der in einem Pariser Luxusbordell gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts spielt, ein höchst ästhetisches Werk. [..] Ganz beiläufig werden hier mit dem Blick hinter die Kulissen eines Bordells auch eine Epoche und deren Zeitgeist rekonstruiert, setzt sich ein Sittengemälde der Belle Époque zusammen.“

Der Deutschlandfunk knapp: „„Das Haus der Sünde“ von Bertrand Bonello – herausragend.“

Cinema online fasst zusammen: „“Haus der Sünde“ ist ein trauriger, aufreizend unspektakulärer Film, der auf dramatische Höhepunkte verzichtet, den Zuschauer durch seinen trägen Erzählrhythmus aber auch ermüdet.“

Kino zum Film: hier