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Eine große Brille, ein ansteckendes Lachen: Gloria ist Mitte fünfzig, seit vielen Jahren geschieden, Mutter  von erwachsenden Kindern. Sie hat einen mehr oder weniger interessanten Bürojob, fühlt sich, trotz vieler Freunde, manchmal etwas einsam, aber alles in allem ist sie lebenslustig und viel auf Partys unterwegs. Als sie Rodolfo kennenlernt, scheint er der Richtige zu sein. Doch mit Rodolfo ist es nicht einfach: Erst seit einem Jahr von seiner Familie getrennt, vernachlässigt er Gloria, sobald Ex-Frau oder Töchter rufen. Wieder und wieder wird Gloria enttäuscht. Doch auf ihrer Suche nach dem Glück zu zweit gibt sie nicht auf.

Hauptdarstellerin Paulina García erhielt bei der diesjährigen Berlinale den Goldenen Bären als beste Darstellerin. So schreibt Cinema online: „Die Verletzlichkeit und Furchtlosigkeit, mit der sie die 58-jährige Titelheldin verkörpert, rührte die Festivalbesucher zu Tränen. […] Ohne Selbstmitleid erträgt Gloria die Enttäuschungen und Zurückweisungen des Lebens. Dass sie die Schlager aus dem Radio lauthals mitsingt, ist Ausdruck ihrer Lebensfreude. Und doch lässt die wunderbare Paulina García den Zuschauer in jeder Sekunde spüren, wie einsam diese Glückssucherin in Wahrheit ist.“

Der Deutschlandfunk positiv: „Dass der Zuschauer diese Gloria, […] in sein Herz schließt, ist sowohl das Verdienst der Darstellerin als auch eines klugen Drehbuchs und einer einfallsreichen Regie. Sebastián Lelio zeigt in seinem tragikomischen Frauenporträt Interesse an Wahrhaftigkeit, an Momenten der Lebensfreude und der Melancholie.“

Süddeutsche online meint: „Paulina García liefert eine bittersüße Tragikomödie mit Tiefgang und sympathischen, normalen Figuren.“

Gloria

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