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Neu im Kino: „Feuerwerk am hellichten Tage“Es ist der dritte Film des Regisseurs Yi’nan Diao und mit ihm erhielt der Chinese in diesem Jahr bei der Berlinale gleich den Goldenen Bären für den besten Film und den Silbernen Bären für den besten Hauptdarsteller.

In seinem Krimi erzählt Diao die Geschichte des Polizisten Zhang. Der wird zu einem Mordfall in der Provinz gerufen: Leichenteile liegen verstreut auf Kohlehalden. Die Verhaftung der mutmaßlichen Täter verläuft gewalttätig: Zwei Polizisten sterben und Zhang wird schwer verletzt. Er verfällt dem Alkohol, fünf Jahre später ist er vom Dienst suspendiert und arbeitet als Wachmann. Doch da geschehen plötzlich weitere Morde, die erstaunliche Parallelen zu dem alten Fall aufweisen. Zhang beginnt, nachzuforschen und entdeckt, dass alle Opfer in Beziehung zu einer wunderschönen Frau standen, die in einer Reinigung arbeitet.

Süddeutsche online hält fest: „Ein kleiner schwarzer Film aus der chinesischen Provinz, aus dem Kohlerevier im Norden.“

Spiegel online meint: „Ein meisterhafter Thriller.“

Deutschlandradio Kultur vernichtend: „Bei freundlicher Betrachtung geht der Krimi durch als Versuch, den Stil des Film-Noir wiederzubeleben. Wer unfreundlich reagiert, sieht lediglich einen schwachen Abklatsch legendärer Hollywood-Thriller der 1940er-Jahre. […] Da lässt sich, und das tun inzwischen einige Rezensenten, prima hineindeuten, was man gern hineindeuten möchte, beispielsweise ein Bild der chinesischen Gesellschaft um die Jahrtausendwende.“

Die Berliner Zeitung fasst zusammen: „Dieser Film noir lebt ganz aus der Stimmung der Verlorenheit inmitten falscher Fährten. […]Zum Interessantesten dieses wunderbaren Films gehört die Darstellung der Staatsmacht. In ihren winzigen Autos sich beratend, misstrauisch beäugt von den Arbeitern, traktiert von Kriminellen und erschöpft ihren Feierabend begießend, erscheint sie für chinesische Verhältnisse sensationell verwundbar.“

Cinema online lobt: „Der Noir-Thriller kombiniert schroffe winterliche Bilder mit den tragischen Einzelschicksalen von Menschen, die zu blindem Gehorsam gezwungen sind. […] Atmosphärischer Arthouse-Thriller aus China, der geschickt die Zensur unterwandert.“

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