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Neu im Kino: „Fences“ mit Denzel WashingtonTroy Maxson arbeitet in den fünfziger Jahren in Pittsburgh als Müllmann. Eine Karriere als Baseballspieler blieb ihm aufgrund seiner schwarzen Hautfarbe verwehrt. Nun richtet sich der Familienvater in einem gerade erst gekauften Haus behaglich ein. Und doch bleibt die Qual: Troy ist überzeugt, weiterhin ein Leben zweiter Klasse führen zu müssen, da die Ungerechtigkeiten nicht abreißen. Oder warum fuhr noch nie ein schwarzer Fahrer einen Müllwagen? Seine Gefühle drohen, den Familienzusammenhalt zu sprengen zumal Sohn Cory lieber Footballspieler werden möchte, als sich einen Job zu suchen.

Mit seiner dritten Regiearbeit bringt Denzel Washington ein Bühnenstück auf die Leinwand, in dem er bereits am Broadway auf der Bühne stand. Er ist wie ein Kammerspiel konzipiert und spielt fast ausschließlich im Hinterhof des Hauses. Der Film ist in diesem Jahr für den Oscar  in den Kategorien „Bester Film“, „Bester Hauptdarsteller“, „Beste Nebendarstellerin“ und „Bestes adaptiertes Drehbuch“ nominiert.

FAZ net fasst zusammen: „Viola Davis spielt Rose auf eine Weise, dass wir sehen können, wo die Zumutungen Troys sich in ihr abgelagert haben. Denzel Washington wiederum zeigt in seiner Darstellung von Troy, wie sich langsam die Erkenntnis Bahn bricht, er trage in allen Umständen an den Rissen zwischen ihnen auch eine Schuld. Das ist genug für einen Film, der zwischen Zäunen spielt und auf diesem kleinen Raum vom Zustand der Welt erzählt, in dem diese Figuren um ihr Leben kämpfen.“

Zeit online kritisch: „ […] wer gemein sein will, könnte Fences als gut abgefilmtes Theater bezeichnen. Tatsächlich beschränkt sich Washingtons dritte Arbeit als Regisseur auf nicht viel mehr als die Debatten in Troys Hinterhof. […]Rose ist die eigentliche Heldin dieses Filmes und Viola Davis würde für diese Rolle den Oscar verdienen.“

n-tv ebenso: „Es ist ein unbequemer Film geworden. Einer, der wehtut beim Zusehen, aber auch einer, der fesselt, weil das Spiel seiner Darsteller auf jeder Ebene präzise ist. […]So relevant, wie der Streifen aussehen will, fühlt er sich nicht an[…] Ein Oscar soll her, das ist auffällig und ein bisschen anstrengend.“

Cinema online fasst zusammen. „Der Film ist streng theaterhaft inszeniert und spielt fast ausschließlich an einem einzigen Schauplatz, dem Hinterhof der Familie. Ein klarer Oscar-Favorit.“

 

 

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