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Neu im Kino: „Die süße Gier“Dino und Roberta geht es nicht gerade prächtig. Sie erwarten Zwillinge und dass Dino als Immobilienmakler nur mäßig erfolgreich ist, macht die finanzielle Lage nicht besser. Die Beziehung zwischen Serena, Dinos Tochter aus erster Ehe, und Massimilano, der Sohn des Finanzmaklers Giovanni Bernaschi und seiner Frau Carla, kommt da gerade recht. Denn durch einen Einkauf in den Hedgefonds des Finanzmoguls wären Dinos Geldsorgen mit einem Schlag behoben.
Aber es kommt immer anders, als man denkt: Dinos Investitionen gehen den Bach runter, Massimilano wird von Serena abserviert, Carla interessiert sich mehr für ihr Theaterprojekt als für ihren Mann und dann gibt es da noch einen Unfall mit Fahrerflucht, bei dem ein Fahrradfahrer ums Leben kommt.

„Die süße Gier“ von Regisseur Paolo Virzí basiert auf dem gleichnamigen Buch des US-amerikanischen Autors Stephen Amidon und erhielt in Italien bereits den bekannten Filmpreis David di Donatello.

Die Frankfurter Rundschau fasst zusammen: „Für manche der Protagonisten gibt es sogar ein Happy End. Das kommt einem unnötig versöhnlich vor, es raubt dem Film einiges von seiner Kraft. Trotzdem: Man kann verstehen, dass Italien sich dafür entschieden hat, dass dieses bereits mehrfach ausgezeichnete Werk das Land in dem Wettbewerb um den Oscar für den besten fremdsprachigen Film vertreten soll.“

Welt online kritisch: „Ästhetische Experimente wie das multiperspektivische Erzählen hat das Kino schon auf raffiniertere oder zumindest unordentlichere Weise gewagt. In „Die süße Gier“ ist schnell und sehr ordentlich ausgebreitet, dass mit moralischen Überraschungen nicht zu rechnen ist. Virzis Film macht es leicht, sich die dargestellte Mischung aus Habgier und Selbstlüge als die Probleme der Anderen vom Leib zu halten.“

Zeit online eher negativ: „Die süße Gier ist kein schlechter Film (seine falsche Etikettierung als Wirtschaftskrisenfilm kann man ihm ja schließlich nur bedingt vorwerfen). Aber es ist ein überladener, unentschiedener Film, der zu viel auf einmal erzählt – und damit zugleich zu wenig. […]Ironischer Weise leidet Die süße Gier damit an den gleichen Problemen wie seine Protagonisten: Maßlosigkeit, Entscheidungsschwäche. Gierig auf möglichst viele Gesichter und Geschichten bleibt auch ihm von seinem immensen Einsatz so schließlich kaum etwas übrig.

Cinema online meint: „Die italienische Satire entwirft das entlarvende Porträt einer maßlosen Gesellschaft.“

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