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„Männer bekommen Linien, Frauen Falten“, Wechseljahre, plötzlich Oma, der Körper verliert die Form – die Rede vom „Altern in Würde“ behagt nicht jedem und doch kommt keiner daran vorbei. Dass es aber auch jenseits von Konventionen und tradierten Rollenerwartungen geht, zeigt die Mutter der Regisseurin Carolin Genreith. Statt sich auf ein dezentes Outfit zu beschränken und alterswürdige Zurückhaltung zu üben, wirft sie sich mit ihren Freundinnen einmal in der Woche in bunte Kleider und lässt die Hüften Kreisen – beim Bauchtanz in der Eifel.

Carolin Genreith, selbst kaum dreißig Jahre alt, wollte eigentlich eine Dokumentation über die Peinlichkeit des Älterwerdens drehen – und muss erleben, wie die Mutter und ihre Freundinnen ihre welken Bäuche kreisen lassen und beim Straßenfest in Paris die Passanten mit ihrem Tanz begeistern.

Zeit online hält fest: „Ihr gelingen immer wieder komische Bilder aus der deutschen Provinz, die gleichzeitig wunderschön sind […] Jede der drei Frauen, die Genreith im Laufe des Films porträtiert, strahlt auf ihre Weise eine große Ruhe aus. […] Diese Souveränität und Lebensfreude ist genau das, was der jungen Regisseurin fehlt, während sie sich vor dem Dreißigwerden gruselt. [… ]Wenn alternde Frauen im Regen der Eifel auf dem Selbstfindungstrip sind, sieht das schon witzig aus, aber Genreith zeigt es so liebevoll, dass man neidisch werden könnte.“

WDR online hält fest: „Aus dem Plan, einen Dokumentarfilm übers Älterwerden und den Verlust der Attraktivität zu machen, wurde ein sehr persönlicher Heimatfilm über Frauen voller Begeisterung für ihren Körper und das Glück, älter werden zu dürfen.“

Cinema online fasst zusammen: „Ein Heimatfilm der anderen Art. Witzig und warmherzig erzählt – und so wohltuend wie ein Sommerregen.“

Die mit dem Bauch tanzen

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