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Als die kleine Tochter seines besten Freundes erzählt, Kindergärtner Lucas habe sie geküsst und weitere Anschuldigungen hervorbringt, gerät das sich gerade wieder sich ordnende Leben des geschiedenen, ehemaligen Lehrers, der, nachdem sein Gymnasium mangels Schüler geschlossen wurde, im Kindergarten arbeitet, aus den Fugen: Das Gerücht macht im Ort die Runde, Freunde wenden sich von ihm ab, im Supermarkt darf er nicht mehr einkaufen, Steine fliegen, sein Hund wird umgebracht. Unbarmherzig nehmen die Bewohner Lucas ins Visier, selbst dann noch, als das Mädchen seine Anschuldigungen zurücknehmen will.

Regisseur Thomas Vinterberg wurde 1998 mit dem Dogma-Film „Das Fest“ bekannt. „Die Jagd“ inszeniert er nach den Beobachtungen eines Kinderpsychologen, der beobachtet hat, dass „der Gedanke ein Virus“ sei, der zur Vernichtung führen könne. Mad Mikkelsen als Lucas erhielt in Cannes den Darstellerpreis.

Deutschlandradio Kultur bedauert: „Auf höchstem Niveau setzt Thomas Vinterberg die klassischen Kinokonventionen im Film um und zeichnet ein präzises Bild der Ereignisse. Schade nur, dass er dem Zuschauer dabei zu sehr vorgibt, was er zu denken hat.“

Die Frankfurter Rundschau online hält fest: „Für den Zuschauer steht Lukas Unschuld von Beginn an zweifelsfrei fest. Dass der Film trotzdem packend ist, liegt an der psychologischen Präzision, mit der der Unsinn des Mädchens sich zu einer psychotischen Menschenjagd entwickelt.“

Spiegel online fasst zusammen: „Das Kinodrama „Die Jagd“ erzählt präzise und spannungsreich, wie der Vorwurf des Kindesmissbrauchs ein ganzes Dorf dazu verleitet, zu den Waffen zu greifen. In der Rolle des Gejagten: der phantastische Mads Mikkelsen.“

Cinema online positiv, mit leichter Enttäuschung: „Mit dem Mut zur eigentlich unausweichlichen Konsequenz hätte „Die Jagd“ ein perfekter Film werden können.“

Die Jagd

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