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Aus Dankbarkeit darüber, dass ihr Ort von der Pest verschont blieb, schworen 1634 die Bürger von Oberammergau, alle 10 Jahre die Passionsgeschichte Jesu aufzuführen. Bis heute hat sich der Ort daran gehalten.

Jörg Adolph dokumentiert in „Die große Passion“, wie sich das Dorf auf die Veranstaltung vorbereitet. Für seine Beobachtungen begleitet er den Regisseur Christoph Stückl auf Schritt und Tritt. Der Urbayer und gebürtige Oberammergauer inszeniert die Festspiele bereits zum dritten Mal. Adolph zeigt ihn – vom Beginn der Probezeit 2008 bis zur Aufführung 2010 – in jeder denkbaren Phase der Vorbereitung: Beim Rauchen und Fluchen ebenso wie bei der konzentrierten Arbeit, in Sitzungen oder bei PR-Auftritten.

Zeit online fasst zusammen: „Im Grundsatz ist dieser Film ein Lehrstück übers Handwerk, darüber, wie ein Profi Kultur „macht“, und er hat einige wunderbare Einblicke zu bieten. […] Mit kühlem Reporterblick schaut Adolph hinter die erhitzte Monumentalkulisse. Der Film ist trotz der Distanz einfühlsam und hält sich nobel zurück. […]Am Ende ist Die große Passion das Dokument der Erkenntnis, welch großes und großartiges Theater die Religion zu schaffen imstande ist.“

Cinema online resümiert: „Jörg Adolph blickt hinter die Kulissen der Oberammergauer Passionsspiele […]. Die unkommentierte, fast zweieinhalbstündige Doku beleuchtet die Arbeit des Theatermachers Christian Stückl und die Konflikte im Gemeinderat, wirkt insgesamt aber zu langatmig und unstrukturiert.“

Deutschlandradio Kultur positiv: „Doch Jörg Adolph, und das macht seinen Film besonders, konzentriert sich nicht nur auf die Bühnenarbeit, sondern zeigt, manchmal entblößt er geradezu, das Drumherum.“

Filmplakat “Die große Passion”

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