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Sofia (Juliane Köhler) ist Journalistin. Doch die Reise nach Lettland, wo sich politische Veränderungen ankündigen, kann sie nicht antreten. Ihre an Alzheimer erkrankte Mutter Marga (Hannelore Elsner) ist aus dem Heim weggelaufen und Sofia muss zu ihr fahren. Die Beziehung zwischen den beiden Frauen ist schwierig. Eine gemeinsame Reise in die Heimat der Mutter soll es richten. Die liegt in Lettland, und so kommt Sofia schließlich doch dort hin. Und der Zuschauer erlebt einen Rückblick, der 50 Jahre zurückreicht, als die junge Marga nicht nur um ihre große Liebe kämpfte, sondern auch Schuld auf sich geladen hat.

kultiversum: „Doch trotz der starken Besetzung funktioniert der «Frauenfilm», der vielmehr ein Familiendrama ist, häufig nicht. Steinbichlers Figuren berühren zu selten. Vielleicht weil das bewegte politische Umfeld, die emotional aufgeladene Musik und die unterstreichende Metaphorik in Addition seinen Zuschauer überfordern – oder etwa weil der Autor ein Mann ist?“

Süddeutsche online kritisiert: „In den Retro-Passagen gelingen Karoline Herfurth zwar anrührende Momente, und Juliane Köhler darf recht schön zum mädchenhaften Wesen aufblühen – aber Hannelore Elsners Exzentrik lässt weder die Demenz noch die Obsessionen ihrer Figur glaubwürdig erscheinen.“

Deutschlandfunk urteilt milder: „Hans Steinbichlers Film ist nicht rundweg gelungen. Aber er hat viele Momente, in denen wie jedes gute Kunstwerk über sich hinausweist. Er ist zudem eine vielschichtige aspektreiche Zeitreise in lettische und deutsche Geschichte.“

Filmplakat Das Blaue vom Himmel

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