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Als „Die Vermessung der Welt“ 2005 vom damals erst 30-jährigen Daniel Kehlmann erschien, schaffte der Roman es sensationell auf Platz eins der Spiegel-Bestsellerliste, wo er fast 40 Wochen blieb. Die fiktive Doppelbiographie über den Naturforscher Alexander von Humboldt (1769–1859), der weit in die Welt hinauszog, und den Mathematiker Carl Friedrich Gauß (1777–1855), der sich das Universum einzig durch mathematische Denkarbeit erschloss, schaffte es auch international: Die „New York Times“ führte das Buch 2007 auf Platz 2 der weltweit meist verkauften Bücher.

Nun hat sich Regisseur Detlev Buck des Stoffes angenommen und 3D-Kino daraus gemacht. Albrecht Schuch als Humboldt und Florian David Fitz als Gauß treffen erst gegen Ende bei einem Kongress aufeinander. Bis dahin inszeniert Buck das Geschehen als zwei parallele Stränge.

Deutschlandradio Kultur vernichtend: „Dieser neue deutschsprachige Film ist ein weiterer bedeutungsschwangerer, völlig spannungsloser, biederer Kultur-Flop von uninteressantem Deutsch-Kino.“

Welt online lobt die Wahl der Schauspieler: „Immerhin hat Detlev Buck seinen Gauß und seinen Humboldt mit zwei unverbrauchten Schauspielern besetzt, die ihre Sache ausgezeichnet machen. […] dass in diese Kulisse mal nicht die im deutschen Film so unvermeidlichen Heino Ferchs und Jürgen Vogels gestellt werden, das ist schon eine echte Leistung und aller Anerkennung wert.“

Süddeutsche online fasst zusammen: „Detlev Buck bringt „Die Vermessung der Welt“ in die Kinos: Humboldt als humorloser Klemmi mit Geodreieck und der alte Gauß als arroganter Choleriker, der ständig einschläft. Das ist unterhaltsam anzusehen – doch die eigentliche Geschichte der beiden ist weder unterhaltungsromanfähig noch verspielfilmbar.“

FAZ net konstatiert: „“Die Vermessung der Welt“ zeigt in ernüchternder Deutlichkeit, wo der deutsche Film im Augenblick steht: zwischen der ererbten Sehnsucht, aus großen Büchern große Filme zu machen, und der neuen Lust am hochgezüchteten Spektakel. […] Detlev Buck hatte jetzt alles beisammen, was auch Eichinger brauchte: den Stoff, den Autor, die Schauspieler, das Budget. Und doch zerfällt ihm alles unter den Händen.“

Zeit online negativ: „. Niemand kann sich zwei Stunden lang an Naturaufnahmen begeistern und dabei auch noch zwei Nachwuchsschauspielern zusehen, die sich ungelenk durch eine Geo-Reportage bewegen.“

Cinema online fasst zusammen: „Die Entdeckung der Einsamkeit: ein bildgewaltiges Abenteuer.“

Filmplakat “Die Vermessung der Welt”

Kino zum Film: hier